6.2.2 Wildenbruch
Nach oben ] 6.2.1 Wettiner ] [ 6.2.2 Wildenbruch ] 6.2.3 Grevenbroicher Weg ]

 

Nach oben
6.2.2.1 Baumhaus

EVANGELISCHE KIRCHENGEMEINDE
DÜSSELLDORF-OBERKASSEL

KINDERGARTEN WILDENBRUCHSTRAßE 39 c
40545 DÜSSELDORF
Telefon 0211 / 58 84 94 * Leiterin: Angelika Nabereit

Hier geht es zum Förderverein.


Der Kindergarten Wildenbruchstraße wird Familienzentrum

 Über mehrere Jahre war es unklar, wie und ob es mit unserer Einrichtung weitergeht, denn ein kleiner, zweigruppiger Kindergarten in einem Haus mit 3 Etagen ist nicht finanzierbar. Nun freuen wir uns, auf dem Weg zum Familienzentrum zu sein.

 Glücklicherweise ist auch die Stadt Düsseldorf an einem Familienzentrum in diesem Teil Oberkassels interessiert, und so erfuhren wir Mitte März 2008, dass dies das Haus auf der Wildenbruchstraße sein wird.

 Für uns Mitarbeiterinnen hieß es nun in kürzester Zeit zu planen, zu organisieren und alles schriftlich niederzulegen, um vor den Sommerferien unseren Ordner an Päd Quis, an die Organisation, die für die Zertifizierung der Familienzentren in NRW zuständig ist, fristgerecht zu senden.

 Nach der Begehung am 26.09.08 und dem mehrstündigen Interview, warten wir nun auf unsere Zertifizierung. Schon jetzt gibt es auf der 1. Etage zahlreiche Angebote für Kinder und Erwachsene, zu denen alle Familien aus Oberkassel herzlich willkommen sind.

 Es existieren inzwischen (mit Hilfe unseres Kooperationspartners „efa“) folgende Kurse:

- Spiel – und Kontaktgruppe für Eltern und Kinder von 1 bis 3 Jahren

- Liedergarten für Eltern und Kinder von 2 bis 3 Jahren

- Pilates

 Ein Elternkurs „Starke Eltern, starke Kinder“ beginnt am 13.10.2008, 10 x montags von 19.30 bis 21.45 Uhr (Anmeldung efa, Tel: 0211/6002620).

 Darüber hinaus gibt es ein Elterncafé, freitags 9.00 bis 11.00 Uhr, 14-tägig. (Kleinkinder dürfen mitgebracht werden – Spielecke).

 Der nächste öffentliche Themenabend findet Dienstag, den 28.10.2008 statt: Entwicklung des Immunsystems bei Kindern. Referentin: Frau Dr. Quermann (Kinder- und Jugendärztin).

 Außerdem kommt 1 x im Monat Frau Wolf (Diplompsychologin) von der Erziehungs- und Familienberatungsstelle der Diakonie in unser Familienzentrum. Gesprächstermine werden auf Wunsch vereinbart, (kostenlos). Bei uns bekommen Sie auch Informationen zur Tagespflege (Tagesmütter/- Väter) u.a. Nach dem bevorstehenden Umbau des Hauses – wir werden für einige Monate ein Ausweichquartier, voraussichtlich auf der Arnulfstraße, beziehen müssen – starten wir, geplant ist August 2009, mit 3 Gruppen, darunter eine Düsseldorfer Familiengruppe mit 17 Plätzen, davon 9 Kinder unter 3 Jahren. Auch eine Betreuung über Mittag können wir anbieten. Die Räume des Familienzentrums befinden sich dann auf der 3. Etage. Ein Aufzug wird eingebaut.

Für weitere Informationen stehen wir gern zur Verfügung. Kommen Sie doch einmal vorbei und beachten Sie auch unsere Aushänge.

 Das Team des Familienzentrums Wildenbruchstraße

Angelika Nabereit

 

  Liebe Eltern!

Unser Ziel ist es, den Kindern eine größtmögliche Hilfe zur Bewältigung ihrer gegenwärtigen und zukünftigen Lebenssituation zu geben.
Als Voraussetzung erscheint uns ein besonderes Maß an freundlicher und liebevoller Atmosphäre wichtig. Wir möchten die uns anvertrauten Kinder annehmen, wie sie sind, sie als Persönlichkeit ernst nehmen, akzeptierten, Ihnen helfen, sich in die Gemeinschaft einzuleben und sie ermuntern, sich aktiv am Gruppengeschehen zu beteiligen. Dazu wollen wir ihnen Anreize für Lerninhalte in fröhlicher und ungezwungener Weise geben.

Wir legen Wort auf umfassende Förderung und möchten diese zur besseren Durchschaubarkeit in 10 Bildungsbereiche aufgliedern. Die einzelnen Bereiche können nicht starr voneinander abgegrenzt werden, sie gehen oftmals ineinander über und überschneiden sich. Die Reihenfolge der Bildungsbereiche stellt nicht unbedingt eine Wertung dar.

1. Emotionale Erziehung
Gefühle äußern können, sich für etwas begeistern können, Enttäuschungen ertragen lernen, sich bei Schwierigkeiten nicht entmutigen lassen, Erlebnisse verarbeiten lernen, Naturelemente und Jahreszeiten erleben, Feste feiern.

2. Sozialverhalten
Miteinander sprechen, Freunde finden, Bewältigung von Spannung und Lösung von Konflikten, Sicherheit in der Beziehung zu Erwachsenen gewinnen, Spielregeln anerkennen, verlieren können, Aufgaben für die Gruppe übernehmen, spontan anderen helfen, Kompromisse akzeptieren lernen.

3. Religiöse Erziehung
Den Kindern von Gottes Liebe erzählen, die wir durch Jesus erfahren haben und ihnen Gott so nahe bringen, dass er Ihnen lebendig ist und sie zu ihm beten können, nahe bringen der ursprünglichen Bedeutung der christlichen Feste (Weihnachten, Ostern, Pfingsten), Gewissensbildung.

4. Wertverhalten
Wecken des Verständnisses für die Grundrechte und Grundwerte sowie Bedürfnisse und Aufgaben der Menschen im Sinne der Gebote Gottes, andere Menschen achten, ihnen helfen, teilen lernen, Natur und Dinge als Gaben Gottes achten.

5. Kreativität
Förderung der Phantasie, Spontaneität, Freude am Neuen und Mut zum Gestalten mit kostenlosem Material, malen, reißen, schneiden, modellieren usw., singen, musizieren, Rollenspiel.

6. Denkförderung
Schulung der Wahrnehmung der Augen, Ohren, Nase.
Förderung der Merkfähigkeit, zuordnen, sortieren, unterscheiden, vergleichen, Probleme sehen und Lösungen suchen.

7. Sprachbildung
Erweiterung des Wortschatzes, Förderung der Sprechfreudigkeit, Förderung des Sprachverständnisses: hören und verstehen, sprachliche Ausdrucksfähigkeit steigern.

8. Bewegungserziehung
Beziehung zum eigenen Körper gewinnen, Freude an der Bewegung, Beherrschung der fundamentalen Bewegungsformen.

9. Umweltbewältigung
Kennen lernen der näheren und weiteren Umgebung, sich im Straßenverkehr richtig verhalten, Verhalten in der Natur, sachgerechter Umgang mit Materialien und Geräten, Körperpflege, erste Ansätze zur kritischen Haltung der Werbung gegenüber.

10. Lern- und Leistungsbereitschaft
Weckung der Lern- und Leistungsbereitschaft, Ausbildung positiven Leistungsverhaltens.


Ausgehend von der gezielten Förderung, der Aufarbeitung von Defiziten oder Augenblickssituationen planen wir unter einer bestimmten Thematik für einen Zeitraum, der sich am Interesse der Kinder orientiert.
Uns ist bewusst, dass sich nicht alles verwirklichen lässt, aber wir sind bemüht, uns an den aufgeführten Erziehungszielen zu orientieren und dadurch Teilziele bzw. Voraussetzungen zum Wohle der Kinder zu erreichen.

Bilder vom neuen Haus am Baum im Kindergarten Wildenbruchstraße 39c sind hier: Baumhaus.

 

 

Der Tag, an dem das Spielzeug verschwand.

Wer zwischen März und Mai dieses Jahres in unseren Kindergarten hineinschaute, wunderte sich erst einmal. Leere Schränke und Regale, keine Spiele, keine Puppen, keine Fahrzeuge. Am Aschermittwoch hatten wir das Spielzeug mit Hilfe der Kinder und einiger Mütter in den Keller geräumt. Lediglich Papier, Farben, Stifte, Klebstoffe, Scheren und sonstige Werkzeuge blieben in Reichweite.

So begann die Aktion „Spielzeugfreier Kindergarten“, an der wir gemeinsam mit zwei weiteren evangelischen Kindergärten in Düsseldorf teilgenommen haben. Vorbereitet haben wir diese Aktion auf Anregung und mit Begleitung unserer Fachberaterin Ingrid Pickel. Die Idee stammt aus der Suchtprävention. Den Zeitraum haben wir bewusst so gewählt, dass er mit der Fastenzeit begann.

Und was passierte nun in der Zeit im Kindergarten? Haben die Kinder sich gelangweilt? Langeweile auch einmal auszuhalten, aus der Unzufriedenheit einer Situation heraus, Lösungen selbstständig zu entwickeln, ist durchaus im Sinne des Projektes, aber glauben Sie mir, Langeweile kam nicht häufiger vor als im normalen Kinderalltag auch. Die Kinder redeten miteinander, schmiedeten Pläne, Rollenspiele entstanden: Familie, Krankenhaus, immer wieder Tiere. Die leeren Schränke wurden zu Höhlen umgebaut oder als Bett genutzt.

Die Stühle wurden hintereinander gestellt und waren nun Eisenbahn, ein Flugzeug, ein Wohnwagen oder vielleicht ein Piratenschiff, dienten, im Kreis aufgestellt, als Manege oder als Filmkulisse. „Ich bin die Ballettlehrerin, macht mir mal alles nach!“, rief Lea und hatte gleich eine Gruppe um sich versammelt. „Wir haben große Kartons im Laden, so groß, daß man hineinkriechen kann“, erzählte Maxim. Seine Mutter brachte diese vorbei, und in den nächsten Tagen entstand daraus eine kleine Stadt. Tagelang wurde gemalt: Bilderbücher, Puzzle, Memorys. Auch Musikinstrumente entstanden. Fehlte etwas? Ja, zum Beispiel ein Ball. Der aus Zeitungspapier überstand die ersten Minuten des Spiels nicht. Mit Paketband umwickelt hielt er etwa einen Tag. Als die Tage wärmer wurden, wurde nach der Hängematte gefragt.

Zum Ende der Aktion durfte jedes Kind zuerst zwei Dinge nennen, die heraufgeholt werden sollten. So voll wie vorher werden unsere Schränke und Regale nicht mehr werden. Noch immer ruhen Spielsachen im Keller, die niemand zu vermissen scheint.

Wir mussten lernen, uns zurückzunehmen, wir waren da, hörten hin, sahen zu, halfen, wenn Hilfe eingefordert wurde. Wir haben das Geschehen dokumentiert, unsere Beobachtungen schriftlich und mit dem Fotoapparat festgehalten. Am Ende konnte jedes Kind seine Mappe über die spielzeugfreie Zeit im Kindergarten nach Hause tragen.


Angelika Nabereit
Leiterin des Kindergartens
Wildenbruchstrasse

Förderverein Wildenbruchstrasse

Bitte sprechen Sie die Leiterin Frau Nabereit an.

 

Home ] 6.1 die Kleinen ] 6.2 Kindergarten ] 6.3 Jugend ] 6.4 Schule 8-13 ] 6.5 Bilder ]

Copyright Evangelische Kirchengemeinde 2002

Stand: 25. September 2008