5.5.1 Barbara Dennerlein
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5.5.1.1 Dennerlein Info

Barbara Dennerlein 2008

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Samstag, 30. August 2008
18 Uhr in der Auferstehungskirche
Jazz Konzert mit der virtuosen Barbara Dennerlein im Duo mit Marcel Gustke, dr

Barbara Dennerlein wird an der "EUROPA-ORGEL" Felix Mendelssohn und an ihrer Hammond  B3 Orgel spielen.

Kartenvorverkauf (19,50 Euro bei nummerierten Plätzen) ab 1.4.2008
- im Gemeinde Café "Em Örjelche" ebd. (Vorsicht: Im Monat Juli 2008 geschlossen!!!)
- bei Tabakwaren Krings, Duesseldorf-Oberkassel, Belsenplatz 3,
- und zzgl. VVK-Gebühr bei Konzertkasse Heinersdorff , Heinrich-Heine-Allee 22,
40 213 Düsseldorf, Telefon: 0211 - 32 91 91; Mo-Fr 10 - 18 Uhr, Sa 10 - 15 Uhr

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Barbara Dennerlein 2006

an der EUROPA-ORGEL "Felix Mendelssohn"

Samstag, 10. Juni 2006, 18 Uhr in der Auferstehungskirche

40545 Düsseldorf, Arnulfstraße 33, Ecke Quirinstraße


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Pressestimme zum letzten Konzert am 10. Juni 2006

Barbara Dennerlein spielte in Oberkassel
Dennerleins Orgel-Tradition
Rheinische Post vom 12.06.2006, Düsseldorfer Feuilleton, von Dr. Barbara Steingiesser

Die Rheinländer lieben bekanntlich Traditionen. Obwohl die Europa-Orgel „Felix Mendelssohn“ in der Oberkasseler Auferstehungskirche erst vor zwei Jahren eingeweiht wurde, ist es bereits Tradition, dass die Jazz-Organistin Barbara Dennerlein jedes Jahr im Mai oder Juni an den Rhein kommt, um die 4.971 Orgelpfeifen zum Swingen zu bringen. „Es zieht mich immer wieder nach Düsseldorf“, sagt Dennerlein. „Hier sind so viele nette Leute. Inzwischen spiele ich fast mit größerer Regelmäßigkeit hier als in meiner Heimatstadt München.“ 

Nach einem Duo-Auftritt mit dem Perkussionisten Daniel Messina 2004 und einem Konzert im Trio mit Messina und dem Saxofonisten Peter Lehel im vergangenen Jahr, war sie diesmal allein angereist. Auch ihre Hammond B3, mit der sie in der Auferstehungskirche bisher jeweils den zweiten Teil der Konzerte bestritten hatte, befand sich diesmal nicht im Gepäck. Dennerlein, die sich neben ihrem Hauptinstrument, der Hammondorgel, seit den Würzburger Bachtagen 1994 mehr und mehr der Pfeifenorgel widmet, hatte sich nun zur Aufgabe gemacht, den Klangfarbenreichtum der Europa-Orgel mit ihren 65 Registern pur zum Leben zu erwecken. 

Nach der Veröffentlichung ihres Albums „Spiritual Movement No. 1“ mit eigens für die Kirchenorgel geschriebenen Kompositionen, hat Dennerlein inzwischen auch einige ihrer Hammond-Stücke auf die Kirchenorgel übertragen. So klang die majestätische Pfeifenorgel in „Farewell To Old Friends“, das Dennerlein mit einem Unterarm-Cluster begann, wie eine mächtige Hammond-Orgel, bei der sich die Klangschichtungen umso höher übereinander türmten. Auch ein beidfüßiges Bass-Solo in dem Jimmy Smith gewidmeten „The Unforgettable“ fehlte nicht. Und doch: Man hat Barbara Dennerlein schon fetziger erlebt. Auch an der Europa-Orgel.

 

 

Pressestimme zum Konzert am 21. Mai 2005

Barbara Dennerlein spielte in Oberkassel
Heiliger Blues
Rheinische Post vom 23.05.2005, Düsseldorfer Feuilleton, von Dr. Barbara Steingiesser

Ein “Holy Blues” und die Rolling Stones passen nicht zusammen. Dieses Vorurteil widerlegte Barbara Dennerlein bei einem Konzert in der Auferstehungskirche. Ein Jahr nach der Einweihung der Europa-Orgel “Felix Mendelssohn” zu der die Münchener Organistin mit einem Auftritt beigetragen hatte, war sie - begleitet von Peter Lehel am Saxofon und Daniel Messina am Schlagzeug - nach Oberkassel zurückgekehrt, um in einem Trio-Konzert weitere Facetten der Pfeifenorgel zum Strahlen zu bringen.

Ihre Komposition “Pendel der Zeit” begann mit Vibrafon-Klängen der Orgel, zu denen sich Lehels schwebender Sopransaxofonton wie eine weitere Orgelstimme fügte, zumal die Europa-Orgel mit einem Saxofon-Register ausgestattet ist und ihr die Klangfarben dieses Instruments keineswegs fremd sind. Den Jazz-Standard “Ain’t Misbehavin” widmete Dennerlein dem Komponisten dieses Klassikers, dem Stride-Pianisten Fats Waller, dessen große Liebe mehr noch als dem Klavier der Orgel galt. Beeindruckend: Dennerleins swingendes und schwerelos tänzelndes Bass-Solo auf den Pedaltasten, das mit seiner Leichtfüßigkeit die naturgemäße Schwerfälligkeit der Pfeifenorgel vergessen machte.

Die Kirchenglocken, die zu vollen Stund läuteten, kamen wie gerufen, hieß das Stück, zu dem Dennerlein gerade ansetzte, doch “Holy Blues”. Und auch hier kam die Disposition der Europa-Orgel mit einem Register entgegen, das sich “Blues Quarte” nennt. Für ihr Album “Outhipped” hatte Dennerlein - wie der kürzlich verstorbene Jimmy Smith bereits 1965 - den Rolling Stones-Hit “Satisfaction” auf der Hammondorgel eingespielt. Jetzt ging sie noch einen Schritt weiter und übertrug das Stück auf das hehre Kircheninstrument, indem sie einen jazzigen Zwischenteil einfügte. Eine passende Überleitung zum zweiten Teil des Konzerts, in dem sie für eine Reihe grooviger Funk-Rock- Stücke an ihrer gewohnten Hammond B3 Platz nahm.

Jazzbotschafterin Barbara Dennerlein wollte zeigen, dass man jede Musik auf die Kirchenorgel übertragen kann - Experiment gelungen.

 

Das Konzert im Mai 2005: Barbara Dennerlein Trio

Barbara Dennerlein
EUROPA-ORGEL
"Felix Mendelssohn"
und
Hammond Orgel B3

Peter Lehel - Saxophon

Daniel Messina - Schlagzeug und Percussion

 

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Abendkasse

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Bilder Michael Debrand-Passard

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kurz vor Beginn ..

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IMG_2959.jpg (192394 Byte) IMG_2946.jpg (230929 Byte) Küster Helmut Frintz (links) und die vielen Mitarbeiter

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oben: ohne Technik geht es nicht: Kilian Schlegel

und Bühnentechnik und Licht Firma Pientak - Danke!

Barbara Dennerlein beim Eintrag in das Orgelgästebuch

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Das Konzert am Samstag, 21. Mai 2005 um 18 Uhr in der Auferstehungskirche mit dem
Barbara Dennerlein Trio war grandios.

- aus dem Gästebuch der Homepage von von Barbara Dennerlein / mehr zur Künstlerin unter:  http://www.barbaradennerlein.com/

22.5.2005 10:23 Dieter Schneider db9er@t-online.de 
Liebe Barbara...,
ich danke dir und deinem Trio für den Wundervollen und mit Weltklasse gefüllten Abend in Oberkassel....
Ein wirklich traumhafter Abend, in dem auch der Mensch Barbara zum tragen kam. Die Freude mit der du auch solch einen Abend 
gestalten kannst kam wirklich rüber...
Und ich bin froh, dass du dich dort bei der Familie so gut aufgehoben fühlst..... So ist es halt, wenn man die Musik liebt, und fast uneigennützig andere daran beteiligt. 
Dann kommt es nur als wahrhaftig und ehrlich beim Publikum an.
Danke noch einmal an dich und allen um dich rum:-)
Dieter Schneider 

 

- Stimmen:

"Ich habe meiner Freundin eine Karte zum Geburtstaggeschenkt. Sie ist sehr glücklich darüber!"

"Brauchen Sie noch einen Erinnerungszettel für das nächste Konzert? Nein danke, ich verfolge alle Termine im Internet."

"Ach, das haben Sie aber toll organisiert, hier ist immer so eine nette Atmosphäre."

"Ich arbeite hier gerne als ehrenamtliche Mitarbeiterin, wann ist der nächste Termin?"

- Eintrag vom 21.5.2005 von Barbara Dennerlein im Orgelgästebuch, das wir allen Organisten mit der Bitte um einen Eintrag geben:
"Zum zweiten Mal habe ich das große Vergnügen einige Tage hier in Oberkassel mit unheimlich netter Betreuung, in einer sehr schönen, atmosphärischen Kirche und an einer grandiosen Orgel zu verbringen.
Die Orgel bietet eine einzigartige Klangvielfalt und es macht richtig Spaß, sich davon zu jazzigen Tönen inspirieren zu lassen.
Ich bedanke mich ganz herzlich bei Familie Debrand-Passard für die von Herzen kommende Gastfreundschaft, und es wäre mir eine sehr liebe Gewohnheit, regelmäßig in der Auferstehungskirche zu Gast zu sein.
Herzlichst Eure Barbara Dennerlein"

Interview - KULTUR in DÜSSELDORF / Düsseldorfer Nachrichten WZ Samstag, 21. Mai 2005

Barbara Dennerlein: Jazz und Funk auf der Orgel

Sie ist eine Musikerin, die Ungewöhnliches auf Kirchenorgeln zaubert: Barbara Dennerlein.

Düsseldorf. Allein die Tatsache, dass es eine Musikerin gibt, die Jazz auf einer Hammond-Orgel spielt, hat schon vor Jahren für Furore in der Szene gesorgt. Mit ihren Konzerten im In- und Ausland ist die vielfach preisgekrönte, 41-jährige Künstlerin schließlich weltberühmt geworden. Barbara Dennerlein ist bekannt für ihre brillante Spieltechnik, ausgefeilten Jazz-Arrangements und den Brückenschlag zwischen Swing, Blues, Soul, Latin und Funk. 
WZ: Sie haben im Alter von elf Jahren mit dem Spielen auf der Hammond-Orgel begonnen. Wie kam es dazu? 
Barbara Dennerlein: Mein Vater hat mir zu Weihnachten eine solche Orgel geschenkt. Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass ich davon so begeistert sein könnte, habe dann aber sofort mit dem Üben begonnen. Wir haben auch einen guten Lehrer gefunden, der mir die Grundlagen beigebracht hat. Allerdings war ich bei diesem Lehrer nur eineinhalb Jahre, alles andere habe ich mir anschließend selbst beigebracht. 

WZ: Hat Ihnen die Hammond-Orgel von Anfang an so gut gefallen, dass Sie nie zum Klavier wechseln wollten?
Dennerlein: Schon beim ersten Tastenschlag habe ich mich in das Instrument verliebt. Ich liebe den Sound! Er ist mit nichts anderem zu vergleichen, für mich gibt es kein Instrument, das mich so berührt außer seit einigen Jahren eben auch die Kirchenorgel. 

WZ: Auf Kirchenorgeln spielen Sie nun seit etwas mehr als zehn Jahren und verbinden in Ihren Konzerten beide Instrumente miteinander. Wie kam es zu diesem "Wechsel"?
Dennerlein: Eine Hammond-Orgel wird mir nie Grenzen aufzeigen, ich lerne jeden Tag neu hinzu. Es war also in dem Sinn keine Entscheidung aus Langeweile. Aber eine Kirchenorgel ist ein fantastisches Instrument mit einem unglaublichen Klangvolumen. 

Auf der Kirchenorgel kann man mit allen vier Gliedmaßen nämlich beiden Beinen und Armen gleichzeitig spielen, und das verleiht mir unglaubliche Möglichkeiten, eine riesige Gefühlspalette darzustellen. Die Ausdrucksmöglichkeiten sind gigantisch, und man hat eine Abwechslung, die sonst bei keinem anderen Instrument zu finden ist. Es ist einfach ein Sound, der mich berührt. 

WZ: Was sagen denn die Geistlichen dazu, in deren Kirchen Sie Jazz auf der Orgel spielen? Gab es da noch nie Bedenken oder Einwände?
Dennerlein: Nein, im Gegenteil. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Kirchen immer offener und aufgeschlossener werden. Die Geistlichen freuen sich, wenn man auf ihrer Orgel auch einmal andere Musik spielt. Und eigentlich ist Jazz ja auch etwas sehr Spirituelles. 

Eine Musik, die für mich sehr gut in eine Kirche passt. Und wenn ich es mit einem Konzert in der Kirche schaffe, dass sich die Menschen mit sich selbst beschäftigen, dann habe ich mein Ziel erreicht: Gefühle zu transportieren und sogar zu verstärken. Und welcher Ort könnte besser dazu passen als ein Gotteshaus? 


21.05.05
Das Interview führte Claudia Bell 
Kultur in Düsseldorf

 

Texte zum Konzert aus dem Begleitheft:

Barbara Dennerlein - nicht nur auf ihrer legendären Hammond B 3 spielt sie virtuosen Jazz. Auch die mechanische Orgel hat sich die Künstlerin erobert, die zu den wenigen Jazzerinnen gehört, die auch das Pedal bespielt. In diesem Konzert spielt sie beide Instrumente zur Vollkommenheit.

Daniel Messina - in genialer Weise ergänzt und unterstützt er die Musik. Peter Lehel - sein Spielwitz begeistert das Publikum.

Dauer ca. 2 Stunden und 30 Minuten mit Pause


Sakrale Jazz-Improvisationen

Barbara Dennerlein definiert ihre musikalischen Grundintentionen so: „Meine Musik ist voller Abwechslung und Vielfalt, genau wie meine Gefühle oder wie die Welt, in der ich lebe und von der ich beeinflusst und inspiriert werde. Eine einzelne Stilrichtung oder eine besondere Art des Komponierens würde nur einen Teilaspekt der Gesamtwelt reflektieren, die meine Musik ausmacht.“ Sie wird von der Presse u.a. als „Die Schöne und das Fossil“, als „Aushängeschild des Jazz“ oder als „Deutschlands wichtigster und erfolgreichster Jazz-Export“ bezeichnet. Die Fachwelt überschüttet sie mit Lob und Auszeichnungen. Als Vertreterin einer neuen Jazz-Generation wurde sie durch ihre Souveränität auf der Bühne und auf den Tonträgern zur Protagonistin eines legendären Instruments, der Hammond B3. Keine Frage – es handelt sich natürlich um Barbara Dennerlein.
1995 gelang Barbara Dennerlein der große Coup in den USA: Sie wurde von Verve, dem weltweiten Top-Label für den Jazz-Sektor, für 3 CDs unter Vertrag genommen. Neben ihr gab es nur einen einzigen weiteren Jazz-Organisten bei Verve: Jimmy Smith. Schon diese Konstellation zeigt Barbaras Stellenwert im internationalen Jazzgeschäft.

Mit „Love Letters“ legte Barbara Dennerlein 2001 ein sehr intimes Album mit einer unglaublichen musikalischen Vielfalt in Duo-Besetzung auf Bebab-Records vor. Als musikalischen Partner an Drums und Percussion hatte sie sich ihren argentinischen Kollegen Daniel Messina ausgewählt, der mit ihr in den letzten sieben Jahren schon unzählige Gigs bestritten hat. Perfekte Harmonie und musikalische Kommunikation sind das Ergebnis dieser langjährigen Zusammenarbeit, wechselseitige Inspiration nährt und steigert die musikalische Substanz, lässt das Duo zeitweilig wie ein ganzes Orchester klingen. Daniel Messina ist für die Organistin ein kongenialer Partner, begleitet ihr Spiel einfühlsam, gibt straight gehaltene Rhythmen vor, umspielt komplexe Kompositionen mit fein gesponnenen Rhythmusgeflechten, legt Klangteppiche bei räumlich-perkussiven Stimmungen.



Barbara Dennerlein - Orgel, Organistin, Komponistin, Arrangeurin

Barbara Dennerlein wurde am 25. September 1964 in München geboren. Nachdem sie 1975 als Weihnachtsgeschenk eine elektronische Orgel geschenkt bekommen hatte, begann sie mit 11 Jahren Orgel zu spielen. Sie erhielt eineinhalb Jahre Unterricht bei Paul Greisl und entdeckte bei ihrem Lehrer, der eine B3 besaß, ihre Liebe zur Hammondorgel. Beeinflusst wurde sie sicherlich auch durch die Musik im Hause Dennerlein - beide Elternteile sind Jazzfans.

Zitat der Autodidaktin: „Man kann zwar theoretisch die Grundlagen des Jazz lernen, aber man muss es auch wagen, sich wieder davon zu lösen, denn Jazz ist in erster Linie Gefühl!“

Schon mit 15 Jahren spielte sie regelmäßig in Jazzclubs und begann nach der Schulzeit ihre professionelle Laufbahn als Organistin - auch in den USA. Das US-Jazzmagazin „Down beat“ wählte sie vier Mal zur besten Organistin. Ihre außerordentliche Begabung und ihr Talent zeigen sich weiter.

Heute gehören auch Kirchenkonzerte zu ihrem ganz normalen Terminkalender. Die Zuhörer werden im Kirchenraum mit neuen, ungewohnten Klangwelten konfrontiert und verzaubert, einer Symbiose aus Jazz und klassischen Elementen. Ihre eigenen Kompositionen wie „Introduction“, „Spiritual Movement“, „I Miss You“, „Change of Pace“, welche die Spezifikationen der mechanischen Pfeifenorgel berücksichtigen, bieten klassische, fugenartige Einflüsse genauso wie moderne Clusterklänge und Glissandi. Grooviges steht neben verzwickten Taktarten und Bluesstücken.

Die Zusammenarbeit mit namhaften Jazz-Größen, großen Orchestern und Big Bands prägen ihre musikalische Arbeit ebenso wie Solokonzerte an der Hammond B3 oder der Kirchenorgel.



Daniel Messina - Schlagzeuger, Komponist, Arrangeur

Daniel Messina wurde am 9. April 1965 in José C.Paz, Buenos Aires, Argentinien geboren. Mit sechs Jahren begann er, Schlagzeug und Gitarre zu spielen. Fast 10 Jahre lang lernte er Schlagzeug autodidaktisch, indem er - mit Hilfe eines Buches von Gene Krupa - zu verschiedenen Platten trommelte. Sein erster Lehrer war Omar Belmonte, bei dem er etwa drei Jahre lang Unterricht nahm. Danach lernte er fünf Jahre lang bei Elias „Chiche“ Heger in der Escuela Nacionál de Batería y Percusión. Während dieser Zeit spielte er in verschiedenen Bands, wie z.B. Apertura, Quinteto el Quartetazo, oder dem Baden Jazz Quartett.

Von Oktober 1989 bis Juni 1991 schrieb er außerdem eine Workshop-Kolumne in der Musikzeitschrift „El Musiquero“. Im Oktober 1991 wanderte Daniel Messina nach Deutschland aus. Seit 1993 ist er Dozent im drum department Stuttgart.
Ein wichtiger Schritt in seiner Karriere ist die Zusammenarbeit mit der berühmten Jazz-Organistin Barbara Dennerlein seit 1995, mit der er im Jahr 2001 ihre aktuelle Duo-CD „Love Letters“ aufgenommen hat.
Im Jahr 1996 gründete er in Deutschland die „Daniel Messina Band“, mit der er sein bereits im Jahre 1989 in Argentinien begonnenes Projekt mit eigenen Kompositionen und Arrangements fortsetzt. 1999 erschien die CD „Imágenes“.

Im Januar 2001 startete Daniel Messina mit seiner Band die erfolgreiche Konzertreihe „Jazz-Edge on Saturday“ bei Buch Julius in Stuttgart, die sich inzwischen zu einem „kultverdächtigen“ Treffpunkt entwickelt hat und nun bereits mit großer Resonanz in das dritte Jahr geht. 
Seit dem Start von Jazz Network Radio im September 2001 leitet er die Redaktion des Latin-Kanals und seit Februar 2002 außerdem die Redaktion des Drummer-Kanals, Drummer´s Special.



Peter Lehel - Saxophonist

Geboren wurde Peter Lehel am 13.September 1965 in Karlsruhe. Schon als Junge spielte Lehel seine ersten Töne am Klavier und auf der Klarinette, mit zwölf begann er Saxophon zu spielen.

Später studierte Peter Lehel an den Musikhochschulen in Stuttgart und Budapest Jazz- und Popularmusik, Hauptinstrument Saxophon. Während des Studiums in Stuttgart und Budapest von 1988-96 begann die Tätigkeit als Saxophonist, Klarinettist und Flötist an verschiedenen Theatern in Süddeutschland.
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Neben der Mitwirkung in vielen Jazz- und Rockbands als Sideman war Lehel schon frühzeitig an der Realisierung eigener Projekte interessiert. 1990 wurde das Jazz quartet lubber blue gegründet. Dieses Gemeinschaftsprojekt mit dem langjährigen kongenialen Pianisten Thomas Guenther als Partner existierte bis 1995 und veröffentlichte 1994 ihre vielbeachtete Debüt CD mit Kompositionen der beiden leader.

Nach der Übersiedlung Thomas Guenthers nach Chicago erfolgte 1997 eine CD Einspielung "the windy city" mit Rusty Jones am Schlagzeug und dem Trompeter Orbert Davis.

Ende 1993 begann die Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Komponisten, Pianisten und Organisten Peter Schindler. Diese besonders fruchtbare Kooperation beinhaltet zahlreiche CD Einspielungen der beiden eigenständigen Formationen PIPES AND PHONES und SaltaCello.

1996 wurde das Quartett "A Love Supreme - tribute to John Coltrane" gegründet mit Martin Trostel (p), Florian Dohrmann (b) und Lutz Groß (dr).

Ebenfalls 1996 war Peter Lehel an einem "Jazz meets Classic" Projekt beteiligt. Ein Aufeindandertreffen von Streichquartett, Rhythmusgruppe und Jazzsolisten mit dem Bandoneonisten Dino Saluzzi als Gastsolist.
Peter Lehels langjährige kreative Tätigkeit im Jazzbereich wurde mit der Verleihung des Jazzpreises Baden-Württemberg 1997 honoriert.

 

Das Konzert in der Auferstehungskirche im Jahre 2004: Barbara Dennerlein DUO

Barbara Dennerlein
EUROPA-ORGEL
Felix Mendelssohn und
Hammond Orgel B3
Daniel Messina
Schlagzeug und Percussion

Bilder vom Konzert in Düsseldorf-Oberkassel - Auferstehungskirche - am 11. Juni 2004

Barbara Dennerlein Duo am 11. Juni 2004  

 

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DSCF4888.jpg (140664 Byte) Technik:

Kilian Schlegel

Bühnentechnik und Licht Firma Pientak
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Orgel-Gästebucheintrag von Barbara Dennerlein beim Konzert am 11.6.2004 in der Auferstehungskirche


Gratulation zur wunderbaren Europa-Orgel. Es hat mir unheimlich Spaß gemacht an diesem phantastischen Instrument zu spielen. Aus dem „Kuckuck“ und der „Nachtigall“ habe ich eine "monksche"* Improvisation gemacht ....

Freue mich darauf noch viele Male die Orgel zu spielen!

Herzlichst

Barbara Dennerlein

* Bezug: Thelonious Monk

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Pressestimmen zum Konzert am 11.6.2004

Barbara Dennerlein spielte in Oberkassel
Kuckuck und Nachtigall
Rheinische Post vom 14.06.2004, Düsseldorfer Feuilleton, von Dr. Barbara Steingiesser

Zur Taufe der Sauer-Orgel in der Auferstehungskirche trug der Himmel mit einem kräftigen Juniregen bei, als die Jazzbotschafterin Barbara Dennerlein in den Festwochen ein Konzert an der Europa-Orgel “Felix Mendelssohn” geben sollte. Doch mussten 623 Zuhörer und 4971 Orgelpfeifen zunächst auf die Künstlerin warten, weil wegen des Regens kein Taxi zu bekommen war.

Während der ersten Hälfte des Konzerts saß Barbara Dennerlein an der “Europa-Orgel”, die mit drei Manualen, Pedal und 65 Registern so disponiert ist, dass sie sich für die gesamte europäische Orgelliteratur eignet. Doch erschallten an diesem Abend keineswegs nur europäische Klänge. Dafür sorgten Dennerleins farbenreiches Spiel, das mühelos zwischen Swing, Latin, Blues und Funk wechselte, sowie die Begleitung durch den Schlagzeuger Daniel Messina, der mit Snare-Drum, Becken und argentinischer Trommel rhythmische Akzente setzte. Auf einer Videoleinwand konnte man jede Bewegung der Musiker verfolgen.

Barbara Dennerlein sitzt am Spieltisch wie an einem mächtigen Webstuhl. Die Pedaltasten bilden die Kette, die Manuale den Schuss, und die Register bestimmen die Farben der Garne, die sie zu üppigen Jacquardmustern verwebt, wobei die harmonische Struktur der Stücke den Rapport bestimmt. Sie webt schweren Samt oder leicht changierende Seiden, mit dem Swing elastische Stoffe, mit dem Blues robusten Denim für kernige Bluejeans.

Dass man auf der Pfeifenorgel Blues spielen kann, bewies Benny Gosons, “Blues March”, bei dem Dennerlein den Viertel-Plus des Walking Bass mit den Füßen spielte, während sie auf den Manualtasten improvisierte. Es folgen furiose Vierer im Wechsel von Orgel und Drums sowie ein Bass-Solo, bei dem sie in schnellen beidfüssigen Improvisationslinien die Kunst ihrer Pedaltechnik zeigte. In einem wunderbar gespielten Outro-Teil erklangen die Nebenregister Kuckuck und Nachtigall.

Nach der Pause spielte Dennerlein ihre gewohnte Hammond B3. Besonders erwähnenswert: ihre Komposition “Change Of Pace” mit Taktwechseln (8/8, 12/8, 10/8, 11/8, 17/8) bei denen einem schon beim Zuhören schwindlig wird. Stürmischer Applaus, groovender Funk als Zugabe.

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Barbara Dennerlein und Daniel Messina gaben ein Konzert in der evangelischen Auferstehungskirche
Sound und Rhythmus in jedem Winkel
Rheinische Post vom 15.06.2004, Stadtteilnachrichten, von Heide Ines Willner

Orgelvirtuosin Barbara Dennerlein, Schlagzeuger Daniel Messina, eine neue Orgel, die Mystik einer Kirche und sprühende Tanzrhythmen- das erinnerte an die Gottesdienste der Schwarzen Bevölkerung der USA. Kaum zu glauben, dass sich die swingenden, brausenden Orgelpfeifen und das furiose, außer Rand und Band geratene Schlagzeug in der Auferstehungskirche befanden. Und wären da nicht die Kirchenbänke und über allem das Bild des Auferstandenen gewesen, hätte man sich glatt jenseits des Ozeans wähnen können.

“Jazz und Kirchenorgel” hatte die Evangelische Kirchengemeinde Oberkassel das Konzert mit der international geschätzten Barbara Dennerlein überschrieben, das ein Glanzpunkt im Programm zur Einweihung der Europa-Orgel Felix Mendelssohn darstellte. Und entsprechend war der Andrang an der Kasse, brauchte es Zeit, dem Publikum die Plätze zuzuweisen. Das kam der Künstlerin dann auch gerade recht, kann sie doch wegen des heftigen Regens viel zu spät. Denn eine halbe Stunde vor Beginn hatte Petrus die Schleusen geöffnet, so dass etliche im Publikum tropfnass in den Reihen saßen. Das war schnell vergessen, als Barbara Dennerlein an der neuen Orgel auf der Empore ihr Spiel begann -beobachtet von einer Kamera, die das Bild der Musikerin auf eine Leinwand vor dem Altar projizierte. Flinke schöne Hände flogen über den Spieltisch, und wie im Stepp-Tanz huschten die Füße über das Pedalwerk - Sound und Rhythmus in jeden Winkel tragend. Zwischendurch das Tirili der Nachtigall und der Ruf des Kuckucks. Das ist eine der Besonderheiter dieser Orgel, die es sonst nicht gibt, erklärte Barbara Dennerlein, charmant und bemüht, zwischen den Stücken, darunter viele Eigenkompositionen, zu vermitteln.

Der zweite Konzert-Teil spielte sich im Parterre ab, an der Hammond B3 Orgel, die vor dem Altar aufgebaut war. Das Lieblingsinstrument der Musikerin und ihr Markenzeichen. Im zweiten Teil kam dann auch ihr argentinischer Partner Daniel Messina zum Zuge, der an seinem Schlagzeug begeisterte. Seit sechs Jahren arbeitet das Duo zusammen und hat unzählige Auftritte bestritten. Die musikalische Substanz der beiden schien ins Unermessliche zu steigen und teilweise klang es so, als spiele ein ganzes Orchester. Im Klatsch-Rhythmus wurde das Publikum einbezogen, das sich am Ende von Musik getragen auf den Heimweg machte.

Ein Jahr lang haben das Barbara Dennerlein-Duo und die Oberkasseler Evangelische Kirchengemeinde Gespräche geführt, um den Auftritt der internationalen Musikerin zu ermöglichen. Ein Verdienst von Pfarrer Michael Debrand-Passard, der schon im Januar sagte: “Oberkassel freut sich auf Barbara Dennerlein.” Es hat sich dann auch gefreut.

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Dennerlein103.jpg (45518 Byte) Barbara Dennerlein an einer Kirchenorgel

Barbara Dennerlein - nicht nur auf ihrer legendären Hammond B 3 spielt sie virtuosen Jazz. Auch die mechanische Pfeifenorgel hat sich die Künstlerin erobert, die zu den wenigen Jazzerinnen gehört, die auch das Pedal bespielt. Im Konzert am 10.6. in der Auferstehungskirche spielt sie allein auf der EUROPA-ORGEL „Felix Mendelssohn“ zur Vollkommenheit. Neben Titeln von der CD „Spiritual movement No. 1“, die ebenfalls an einer Pfeifenorgel eingespielt wurden, stehen weitere Eigenkompositionen der bezaubernden Künstlerin.

"Das Wichtigste überhaupt in der Musik ist die Kreativität und die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit... Man kann theoretisch die Grundlagen des Jazz lernen, aber man muss auch den Schritt wagen, sich wieder davon zu lösen, weil Jazz in erster Linie Gefühl ist." Barbara Dennerlein, seit den 90er Jahren die erfolgreichste deutsche Jazzmusikerin, ist Autodidaktin. Die 1964 geborene Münchnerin bekam zwar mit elf Jahren Orgelunterricht bei Paul Greisl, ging aber schon anderthalb Jahre später eigene Wege. Die führten "das Mädchen mit der Hammond B3" in die Jazzkeller Münchens, wo sie von Swing bis Bebop, von Blues bis Funk alles in sich aufsog und direkt an Finger und Füße weiterleitete. Inspiriert von Ron Carter-Transkriptionen (Bass) konzentrierte sie sich zunehmend auf die Entwicklung von Fußbasslinien und kreierte eine ganz eigene rhythmische Pedal-Technik.

Die jazzige Orgeleinweihung spielte Barbara Dennerlein am Freitag, dem 11. Juni 2004 um 20 Uhr in der Auferstehungskirche in Düsseldorf-Oberkassel auf der neuen EUROPA-ORGEL / "Felix Mendelssohn". Sie wurde begleitet von dem Schlagzeuger und Perkussionisten Daniel Messina und hatte natürlich auch ihre Hammondorgel dabei!

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Das Grußwort zum Orgelbau von Barbara Dennerlein finden Sie hier: Grußwort.

Wie kommen Sie zum Konzert?: Wegbeschreibung

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Blick vom Altar aus in den Kirchenraum

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Eine musikalische Kostprobe: funkich.mp3 - knapp 4 MB(!), die sich lohnen!

Mehr zu der international bekannten Künstlerin finden Sie unter: Information und noch mehr unter: http://www.barbaradennerlein.com/. Mehr zu Daniel Messina finden Sie hier: Daniel Messina. Peter Lehel ist noch nicht im www zu finden, wenn doch, bitte mailen Sie mir Bescheid!!!

Photo Barbara Dennerlein Text und Bild von www.oberkassel.de

Ihre CDs wurden mit Auszeichnungen, mehrfach mit Jazz Awards und dem Preis der deutschen Schallplattenkritik bedacht, ihre CD "Take Off" (Verve/Universal) erreichte sogar Platz 1 der Jazz-Charts und wurde als meistverkauftes Jazz-Album gefeiert. Barbara Dennerlein gehört zum Kreis der wenigen deutschen Künstler mit internationaler Reputation. Sie präsentiert sich auf ihren Veröffentlichungen und in ihren Konzerten als kompetente Vertreterin einer neuen Generation von Jazz-Musikern und wurde dadurch zur Protagonistin ihres Instrumentes, der legendären Hammond B 3.

In meiner Musik gibt es die gleiche Vielfalt wie in meinen Gefühlen oder in der Welt, in der ich lebe, die mich beeinflusst und inspiriert. Eine Stilrichtung allein oder eine Kompositionsart würde nur einen Teil der Gesamtwelt ausdrücken, die meine Musik ausmacht." Mit diesen Worten beschreibt Barbara Dennerlein die grundlegende Intention ihrer zahlreichen CD-Veröffentlichungen und Konzerte, die Sie als Reise zu ihren musikalischen Visionen verstanden wissen möchte.

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Bilder vom Stadtfest in Essen am 13. Juli 2003
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Barbara Dennerlein

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Die Band: Christian Kappe (tp, flh), Daniel Messina (dr, perc), Claudius Falk (ts, ss), Thomas Langer (g)

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DSCF1564.jpg (42467 Byte) Stimmung ohne Ende, Oberkassel freut sich bereits auf das Konzert am 21. Mai 2005! DSCF1571.jpg (77087 Byte)

 

 

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Stand: 28. Juli 2008