Barbara
Dennerlein
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Dennerlein, Presse Info
Die Organistin Barbara Dennerlein
Ein Text von Friedhelm Hüter, den das Jazzpodium im November 2002 über Barbara
Dennerlein's Pfeifenorgelkarriere und ihre neue CD "Spiritual Movement No. 1" veröffentlichte.
Präludium
Der Organist an einer Pfeifenorgel gebietet über eine fast ähnlich große Klangvielfalt wie ein Dirigent. Um seine Idee von der Musik hörbar zu machen stehen dem Organisten jedoch keine Musiker zur Verfügung. Er muss Dirigent und Musiker zugleich sein. Diese intellektuelle Leistung allein fordert Respekt.
Im Jazz wird die Sache etwas komplizierter. Der Organist ist jetzt Dirigent, Musiker und Registrator = Arrangeur. Außerdem spielt die Improvisation bei ihm meist eine größere Rolle als beim klassischen Organisten. Barbara Dennerlein ist all das..... und Komponistin. Dass sie ihre CD „Spiritual Movements No. 1“ auch noch auf eigenem Label selbst produziert, lässt ahnen, wie viel geistiger Arbeit in dieser äußerlich unscheinbaren, silbernen Scheibe steckt.
1994, bei den Würzburger Bachtagen legt Barbara Dennerlein den Grundstein für eine 2. Karriere. Mit Bachs „Air“ beginnt sie ihren Weg als Jazzorganistin an Pfeifenorgeln. Doch schon das zweite Stück dieses Konzertes ist eine Eigenkomposition. Entwickelt aus dem Eingangsmotiv ihrer CD „Hot Stuff“, präsentiert sie eine Musik mit dem noch provisorischem Titel: „Opus One“.
1996 überfluten die Fans Düsseldorfs Neanderkirche. Selbst auf dem Fußboden, auf den Treppen zu den Emporen und zwischen den Orgelpfeifen sitzen sie. Mittendrin Kirchenmusikdirektor Oskar Gottlieb Blarr, der besorgt auf „sein“ Instrument schaut, während hinter ihm der jüngste Besucher von seiner Mutter gestillt wird. Ihm widmet Barbara Dennerlein „God bless the child“. Bei diesem Konzert, an das sich Düsseldorfer Jazzfans noch heute begeistert erinnern, dominieren ihre für die Hammond „B3“ geschriebenen Kompositionen.
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Fuge
In der Münchner Philharmonie spielt Barbara Dennerlein wenig später mit ihrer neuen, überwiegend für die Pfeifenorgel komponierten Musik, den Hausorganisten und seine beiden Kollegen schwindelig. Einen kleinen Zettel legt sie auf den Spieltisch. Der große Notenständer bleibt leer. Nach dem pottschwarzen Musikkrimi „Nightowls“ präsentiert Barbara Dennerlein mit SPIRITUAL MOVEMENT die bis dahin letzte Evolutionsstufe von „Opus One“, einer fugigen Musik, die nur sie selbst so virtuos spielen kann, mit einem permanenten „Pax de deux“ auf dem Pedal. Die Freiheit zu diesem Fußbasspiel verwirklicht sie durch den Verzicht auf das Schwellwerk. Die Dynamik ihrer Komposition erreicht sie allein durch die Wahl der Register. Lächelnd spielt sie das Konzert fast vollständig mit geschlossenen Augen. Drei oder vier Mal zeigt ihr Gesicht volle Konzentration, dabei schaut sie kurz auf den einsamen Zettel vor sich, überwindet die musikalische Steilwand, schließt die Augen wieder, ganz Hingabe an ihre Musik. Mit dieser Komposition beweist Barbara Dennerlein welch hohen Grad von Qualität ihre moderne, intelligent komponierte und mit ganzem, heißen Herzen improvisierte, absolut virtuos vorgetragene Musik erreicht hat. Sie reißt das Publikum zu Beifallsstürmen hin.
Ein solches Streben nach Perfektion bleibt nicht ohne Echo. Ihre musikalische Wertarbeit spricht sich auch bei „Kirchens“, DER Institution für überirdische Vollkommenheit herum. „Höherenorts“ beschließt man dort, interessierte Kantoren in der Darmstädter Pauluskirche den Jazz an der Kirchenorgel zu lehren. Von Wolfgang Kleber, einem jazzbegeisterten Kirchenmusiker kam der Tipp, Barbara Dennerlein für diesen Workshop zu engagieren.
„Die Darmstädter Schukeorgel ist extrem gut für den Jazz geeignet, weil der Organist genau hören kann, pfh, pfh, pfh, wie die einzelnen Pfeifen angeblasen werden. Leider haben sich nicht alle Kantoren getraut zu spielen und das Niveau war sehr unterschiedlich“, so Barbara Dennerlein nach ihrem Workshop.
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Finale
Nur 7 Jahre nach ihrem ersten Konzert an einer Pfeifenorgel, als Grenzgängerin während der Würzburger Bachtage, hat Barbara Dennerlein diese Grenze weit hinter sich gelassen. Während des weltweit ersten internationalen Wettbewerbs „Jazz and Churchorgan“, 2001 in Hannover vom dortigen Jazzclub veranstaltet, sitzt sie in der Jury und beweist anschließend ihr außergewöhnliches Können durch ein Galakonzert in der ausverkauften Marktkirche.
Barbara Dennerlein ist heute ganz sicher die weltweit bekannteste Organistin. Sollten Sie jemals in aller Herrgottsfrühe hinter dem Ural, auf einem kasachischen Steppenflughafen, einen 2-motorigen russischen Angriffsbomber aus dem 2. Weltkrieg starten sehen, der wegen totaler Überlastung mit allerletzter Kraft vom Boden abhebt, ist vermutlich Barbara Dennerlein mit ihrer zentnerschweren „B3“ an Bord. Vielleicht auf dem Weg ins Vorland des Tienschan, nach Taschkent, der Millionenmetropole Usbekistans.
Dort fuhr, dank Dennerleins menschenverbindender Arbeit als Jazzdiplomatin in Konzerthallen und Universitätsaulen, den usbekischen Fans der Groove westlicher Jazzkeller in die Beine. Die Peifenorgel ist hinter dem Ural ein seltenes Instrument, die Hammond „B3“ ein unbekannter Exot. Fahren Sie mal hin! Die Plakate von den Konzerten 1996 hängen sicher noch an den Wänden. Wenn Sie sich die weite Reise sparen wollen, hören Sie einfach Barbaras neueste CD an.
Mit sakral-kraftvollem Vorspiel, dem Kantor einer großen Kathedrale ebenbürtig, führt sie uns in ihre erste Kirchenorgel-CD ein. Diese von protestantischer Strenge geprägte INTRODUCTION ist ein Klang gewordenes Gegenstück zum anschließenden RANKETT- BLUES. Inspiriert vom Rankettregister der Memminger Gollorgel, das seinen Namen einem alten Holzblasinstrument verdankt. Barbara Dennerlein begleitet ihren „Blues auf dem Rankett“ mit einem exzellenten Pedal Exercitium....... jetzt „dennerleint“ es.
Manchmal stiehlt sich die Komponistin ein Stück Zeit. Klammheimlich lässt sie die gestohlene Zeit in ihrer großen Notentasche verschwinden, um sie bei Bedarf herauszuholen und unter ihren Händen auf beiden Manualen für uns verrinnen zu lassen. Wie ein PENDEL schlägt dann ihr Bassfuß den Takt zu einer Musik, mit der sie uns das durch die moderne Physik immer unverständlicher werdende Phänomen DER ZEIT näher bringen will. Was immer der Zuhörer dann gerade tut, er halte ein und höre zu!
Tin = Zinn, ist ein im Orgelbau unverzichtbares Metall. Dizzy Gillespie wäre sicher damit einverstanden gewesen, dass Barbara Dennerlein sein TIN TIN DEO in den Kirchenraum holt und damit überraschte Kirchenbesucher zu verbotenem Tun animiert. In Hannovers Marktkirche wagten Unentwegte hinter mächtiger Säule ein kurzes Tänzchen.
Auf solidem Pedalgemäuer ruht der HOLY BLUES. Die schwarzen Besucher einer Holzkirche in Little Rock würde er sicher in Ekstase versetzen. Der coole Mitteleuropäer lauscht verzückt dem Ideenreichtum der Komponistin, die dem Blues mit Glissandifeuerwerken ein sprühendes Klangfarbenspektrum verleiht.
Diese CD vermittelt uns manches Autobiografische der vielseitigen Barbara Dennerlein. Mit CHANGE OF PACE komponierte sie ihr Selbstbildnis. Von 50 Telefonaten beginnt sie 48 etwa so: „Im Moment komponiere ich.... ich komme soeben aus den USA zurück.... ich bin gerade auf dem Weg nach Tokio.... stell Dir vor, am Mittwoch sollen wir in Cardiff ein Konzert für die BBC aufnehmen, haben aber am Dienstag und Donnerstag schon Konzerte in Münster gebucht. Wie das gehen soll weiß ich auch noch nicht.“ Natürlich geht es, immer geht es . Ganz selten klingt aus dem Telefonhörer eine relaxte Barbara Dennerlein: „ Bin gerade beim Kochen.... wunderbar ist es, ich sitze im Garten und nähe....du, ich hocke hier in Monte Carlo vor dem Konzert noch auf der Hafenmauer in der Sonne.... ich mache gerade einen Spaziergang mit CLEOpatra.“
Die ägyptische Tempelhündin CLEOpatra ist die Nachfolgerin ihrer verstorbenen Dackeldame Samba, die im Musikerhimmel vielleicht die Drumsticks Gene Krupas hinter einer Wolke verbuddelt. Ihrem treuen Tourbegleiter auf Erden widmete sie mit I MISS YOU viel mehr als ein Andenken. Dieses moderne Requiem, mit dem sie die große tonale Bandbreite der Memminger Gollorgel nutzt, um Sambas charakterliche Vielfalt zu beschreiben, ist kein düsteres Stimmungsbild, eher eine traurig-liebevolle Erinnerung.
SPRITUAL MOVEMENT ist Barbara Dennerleins unendliche Geschichte für die Orgel, so etwas wie der „Rote Faden“ ihrer Pfeifenorgelkarriere. Auf den verschiedensten Instrumenten, von der kleinen Orgel, die der Münsteraner Orgelbaumeisters Kleuker in Hannover baute und in die sie sich spontan verliebte, bis zur riesigen „Klais“ in der Münchner Philharmonie, entwickelt sie diese Musik weiter, hält sie in Bewegung.
LONGING, diese Meditationsmusik tief in den Bauch eingeatmet, macht den Zuhörer fit für die WALZING PIPES, zu denen er sich drehen mag in immer schnelleren Pirouetten, bis er zum Schluss ohnmächtig zusammensinkt.
Das Barbara Dennerlein die Komposition AIN`T MISBEHAVIN von Fats Waller sehr viel Freude bereitet, vermittelt sie ihren Zuhörern in vielen Konzerten. Steht er etwas abseits im Gang, beobachtet der Zuschauer und –hörer verwundert die Korrespondenz der Körpersprache zwischen der Musikerin und ihrem Publikum.
Bis in die Dreißiger Jahre begleitete das asthmatische Harmonium die Gospels und Spirituals der Schwarzen bei ihren Gottesdiensten. Es wurde verdrängt von der Hammondorgel. Ihr Sound erreichte die Seelen der sonntäglichen Sänger, tröstete ihre Trauer mit sanftem Blubbern und versetzte sie mit schrillem Gekreische in Ekstase. Diese Tradition schreibt Barbara Dennerlein an der Kirchenorgel fort mit einer Musik, der die Innerlichkeit von Gospel und Spiritual nicht verloren ging, die darüber hinaus aber auch ein Klangbild unserer modernen Zeit ist. Mit PSYCHODELIC CLUSTER hören wir ihr komprimiertes Echo.
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Barbara Dennerlein, Presse Info
Hammondorgan B3 & Footpedals, synthesizer
Composer & Arranger
Producer BEBAB Records
Publisher BEBAB/NEWTONE Edition
Weltgewinn an der Hammond-Orgel
Ihre CDs wurden mit Auszeichnungen, mehrfach mit Jazz Awards und dem Preis der deutschen Schallplattenkritik bedacht, ihre CD "Take Off" (Verve/Universal) erreichte sogar Platz 1 der Jazz-Charts und wurde als meistverkauftes Jazz-Album gefeiert. Barbara Dennerlein gehört zum Kreis der wenigen deutschen Künstler mit internationaler Reputation. Sie präsentiert sich auf ihren Veröffentlichungen und in ihren Konzerten als kompetente Vertreterin einer neuen Generation von Jazz-Musikern und wurde dadurch zur Protagonistin ihres Instrumentes, der legendären Hammond B 3.
Doch besonders faszinierend wirkt Barbara Dennerlein live. Als wichtigster und erfolgreichster deutscher Jazz-Export sind ihr die großen internationalen Festivalbühnen ebenso vertraut wie die Klubs: das "Blue Note" und das
"Sweet Basil" in New York, "Ronnie Scott's Club" und "Jazz-Café" in London oder das "Blue Note" in Tokio, Festivals in USA und Kanada: Montreal-, Vancouver-, Toronto-,
Edmonton-, Victoria-Jazzfestival, europäische Festivals wie Den Haag Northsea Jazzfestival/ Holland, Pori-Jazzfestival/Finnland,
Molde-Jazz/Norwegen, Arhus Jazzfestival/Dänemark, Maastricht-Kortrijk-Festival/Belgien, Vitoria Festival de Jazz/Spanien; oder deutsche Festivals wie Berlin, Frankfurt, Leverkusen, Nürnberg, Vilshofen, Burghausen, Freiburg, Hamburg, Hannover Jazztage u.v.a.. Zudem dokumentieren zahlreiche Rundfunk- und Fernsehmitschnitte international ihre großen Erfolge.
Mit ihrer Formation "Bebab" sowie im Solo wird Barbara Dennerlein diesseits und jenseits des Atlantiks gleichermaßen von Kritikern und Publikum gefeiert. Der Name
"Bebab" spielt mit Bebop und Barbara, weist auf etwas Eigenes hin, für das es keinen etablierten Begriff, keine Schublade gibt. Barbara Dennerlein weiß um die Werte der Tradition, und sie ist im modernen Jazz, im Hier und Jetzt zu Hause. Wie nur wenige vermag sie die Verbindungslinien zwischen den unter-schiedlichen Stilbezirken (und Hörerkreisen) herzustellen. Die Grooves der Jugendkultur sind ihr ebenso vertraut wie die Hörerfahrungen einer Generation, die mit dem Hammond-Orgel Boom in den fünfziger Jahren aufgewachsen ist.
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Swing und Bebop, Blues, Soul, Latin und Funk - für Barbara Dennerlein gibt es keine starren Grenzen, sondern fließende Übergänge. Das hängt mit ihrem Geschmack, ihrem Talent und mit ihrer Souveränität auf dem Instrument zusammen. Ein ziemlich universales Instrument und ohne Zweifel fasziniert das Spiel von Barbara Dennerlein auch deshalb, weil sie es wie kein anderer versteht, die Möglichkeiten ihres Instrumentes voll auszuschöpfen und unter der Vielzahl von Klangmöglichkeiten einige entdeckt hat, die sie als Jazzmusikerin unverwechselbar machen.
Mit ihrer Offenheit und Aufgeschlossenheit gegenüber neuen musikalischen Entwicklungen - nicht nur im Jazz - schlägt sie eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart. Durch ihre
brillante Spieltechnik kreierte sie einen innovativen und unverwechselbaren Stil, der für die im moderneren Jazz lange
vernachlässigte Hammondorgel völlig neue musikalische Dimensionen erschloss. Mit Recht kann sie für sich in Anspruch nehmen die eigentliche Wegbereiterin der heutigen Orgel-Renaissance im Jazz zu sein.
Geboren 1964 in München hat sie sich schon in jungen Jahren in einen Klang verliebt. Während andere "Für
ELise" übten oder auf der Gitarre "All You Need Is Love" imitierten, entflammte Barbara Dennerlein für den Sound der Hammond Orgel.
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Sie war elf, als die erste Heimorgel ins Haus der Dennerleins kam. Der Vater, selbst ein Orgel-Fan, dachte bei dem Weihnachtsgeschenk auch ein wenig an sich selbst: Falls Barbara keine Lust mehr hätte, könnte er ja darauf spielen. Doch es kam anders: Barbara Dennerlein ließ das Instrument nicht mehr los. Es blieb nicht bei der Heimorgel. Das vierte Instrument , auf dem Barbara Dennerlein ihrem Enthusiasmus frönte, war eine originale, längst nicht mehr in Serienfertigung produzierte, nicht eben billige und in jedem Fall klanglich unnachahmliche Hammond B3.
Barbara machte sich mit der Geschichte des Instrumentes bekannt und ging auf eine eigene Klang-Entdeckungsreise. Sie begann sehr früh neben der Auseinandersetzung mit dem klassischen Standartrepertoire auch zahlreiche Eigenkompositionen zu entwickeln. Nach ersten Auftritten als Dreizehnjährige fing sie mit fünfzehn an regelmäßig in Klubs aufzutreten. Bereits Anfang der achtziger Jahre wurde sie als "Orgel-Tornado aus München" gefeiert. Später fragte sich
"Harper's Bazar" "How did this fraulein get so funky?", und die Los Angeles Times titelte: "German Organist Pumps You out".
Barbara Dennerlein belegt seit Jahren erste Plätze in Critics Polls amerikanischer Jazz-Magazine und kann mittlerweile mit einer weltweiten Gemeinde von ihr zugetanen Jazzfreunden rechnen.
Dabei ist sie bescheiden geblieben. Die Hammond-Organistin, die in keinem Interview
versäumt, die Unterstützung durch ihre Eltern zu erwähnen, sucht die emotionale Nähe zu ihrem Publikum jenseits der Stildefinitionen. "Jazz", bekennt Barbara Dennerlein," ist für mich ein Synonym für Freiheit. Der Freiheit von Vorurteil und Diskriminierung, der Freiheit von Zwang und Konvention. Diese, meine Definition von Jazz, will ich dem Zuhörer vermitteln. Ob Jung oder Alt, Traditionalist oder Modernist, Jazzfan oder Nicht-Jazzfan."
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Barbara Dennerlein ist eine Perfektionistin, doch alles andere als eine seelenlose Technikerin. Sie legt größten Wert auf musikalische Integration im Kollektiv. Ihre Live-Bands erweisen sich als bestens eingespielt. Für ihre CD-Produktionen stellte sie handverlesene Besetzungen
zusammen, in denen so profilierte und stilistisch unterschiedlich versierte Musiker wie Ray Anderson, Antonio Hart, Mitch
Watkins, Randy Brecker, Jeff "Tain" Watts, David Murray, Howard Johnson, Frank
Lacy, David Sanchez, Roy Hargrove, Bob Berg und Dennis Chambers mitwirkten.
Barbara Dennerleins Alben wurden u.a. von Enja Records ("Straight Ahead", 1988, "Hot
Stuff", 1990, "That's Me", 1992) sowie von Verve ("Take Off",1995,
"Junkanoo", 1996, "Outhipped",1999)
verlegt. Bereits 1984 begann Barbara Dennerlein mit Produktionen für das eigene Label Bebab Records.
2001 erschien auf Bebab Records die CD "Love-Letters - eine musikalische Liebeserklärung mit sehr vielen Emotionen, die unter die Haut gehen und den Hörer in vielfältige musikalische Welten entführen. Hier wird mit den verschiedenartigsten Grooves und Klangmalereien gearbeitet. Ein weiterer Schritt in der Entwicklung einer Künstlerin, die niemals
stehen bleibt, sondern ständig neue Herausforderungen und Wege in ihrer Musik sucht. Diese im Duo eingespielte CD ist das Ergebnis der langjährigen sehr intensiven und kreativen Zusammenarbeit mit ihrem argentinischen Schlagzeuger und Perkussionisten Daniel Messina.
Barbara Dennerlein wird von erstklassigen Solisten beflügelt, weiss aber allein auf der Hammond-Orgel orchestrale Sounds zu realisieren und mit den Fusspedalen simultane Bassfunktionen zu realisieren. Als eine der ganz wenigen Organisten hat sie mit den bass pedals ihr Können auf den Tasten erweitert, kreativ und virtuos gesteigert: "Der Fußbass ist für meine Art die Hammond zu spielen absolut essentiell. Ich kann damit eine ganz spezielle rhythmische Struktur entwickeln, die von einem Bassisten so kaum nachempfunden werden kann, da ich zusammen mit den beiden Manualen über eine
Art "rhythmisches Tryptichon" verfüge.
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Hinzu kommt, dass Barbara Dennerlein ihr Instrument durch MIDI-Technik mit Sampler und Synthesizer kombiniert, was ihr einen Zuwachs an orchestralen Sounds ermöglicht. Doch sie gleitet nicht in die Bereiche eines musikalischen science fiction ab. Sie bleibt erdverbunden und
groove-orientiert. Bei aller Virtuosität geht es ihr vor allem um Intensität und Kommunikation mit ihren Musikern und ihrem Publikum. Gefühlvolle Balladen liegen ihr ebenso wie rasante Tasteneskapaden oder funky
Grooves. Und bei alledem profiliert sich die vitale Improvisatorin auch mit ihren eigenen unverwechselbaren Kompositionen.
Angeregt durch ein erstes Kirchenorgelkonzert von Barbara Dennerlein bei den Bachtagen in Würzburg 1994 begann eine intensive Beschäftigung mit der "Königin der Instrumente", der Kirchenorgel. Durch die meisterhafte Beherrschung des Pedalspiels gelingt es Barbara Dennerlein mit unter anderem von ihr speziell für die Pfeifenorgel komponierten Werken die immensen Klangmöglichkeiten voll auszuschöpfen und das doch etwas träge Instrument zum swingen zu bringen. So geschehen auf zahlreichen großartigen Konzertorgeln wie zum Beispiel der Gewandhausorgel in Leipzig, der Klaisorgel in der Münchner Philharmonie, der Steinmeyer-Orgel im Hamburger Michel, der Schukeorgel in der Darmstädter Paulusgemeinde, der von- Beckerathorgel in der Hannoveraner Marktkirche, die Riegerorgel in der Düsseldorfer Neanderkirche. Der Zuhörer wird in neue Klangwelten entführt, einer Mischung aus Jazz in weitestem Sinne mit zum Teil klassischen Elementen.
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Unvergeßlich in diesem Zusammenhang sind hierbei auch vielen die einzigartigen Konzerte von Friedrich Gulda zusammen mit Barbara Dennerlein an der Hammondrgel in so renommierten Konzerthäusern wie der Philharmonien Köln und München, dem Brucknerhaus Linz, dem Konzerthaus Wien, dem Kunstverein Bregenz, der Tonhalle Zürich oder bei den Wiener Festwochen. Gulda setzte sein ganzes musikalisches Genie ein, um über alle Stil- und Genregrenzen hinweg auch eine Symbiose von Klassik und Jazz zu verwirklichen. Dieses musikalische Selbstverständnis verkörpert auch Barbara Dennerlein, die eine große Freundschaft mit Friedrich Gulda verband, in ihrem künstlerischen Schaffen.
Silvester/Neujahr 2000/2001 hat Barbara Dennerlein auf 3sat mitgewirkt, 24 Stunden Jazz zu präsentieren und sich dabei als ebenso unterhaltsame wie kompetente Moderatorin gezeigt. Sie ist keine Missionarin, aber eine erstklassige, weil engagierte Anwältin, vor allem aber eine leidenschaftliche und charmante Musikerin, die immer wieder fragt: "Mögen Sie Jazz? Was ist für Sie Jazz?" Für sie selbst, und eben dafür vermag sie ihr Publikum zu begeistern, ist Jazz alles andere als eine eindimensionale Angelegenheit: " In meiner Musik gibt es die gleiche Vielfalt wie in meinen Gefühlen oder in der Welt, in der ich lebe, die mich beeinflusst und inspiriert. Eine Stilrichtung allein oder eine Kompositionsart würde nur einen Teil der Gesamtwelt ausdrücken, die meine Musik ausmacht."
2002 erscheint das von ihren Fans langerwartete Album "Spiritual Movement No.1"
(Bebab 250970), das Barbara Dennerlein erstmals ausschließlich auf der Pfeifenorgel eingespielt hat.
Eine Jazz-Passion für 2.400 Pfeifen, aufgenommen an der gewaltigen Goll-Orgel in
St.Martin/Memmingen, mit der Barbara Dennerlein nun endgültig den Jazz auf der Kirchenorgel etabliert.
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Contact:
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Andreas-Wagner-Str.39 a, D-85640 Putzbrunn
Tel. +49 89 95820305 - Fax +49 89 95820307
e-mail: BarbaraDennerlein@bebab.com
Bebab Records
Tsingtauer Str. 66, D-81827 München
Tel. +49 89 4301500 & Tel./Fax +49 89 4397633
www.barbaradennerlein.com