5.1.2 Orgeln in AK
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5.1.2.1 Peter Orgel

Die Disposition der Peter-Orgel finden Sie weiter unten.

Die erste Orgel: Walcker Orgel (pneumatisch) 1914 und 1935

Walker Orgel.jpg (66342 Byte)

Geschichte (Quelle: Archiv der Gemeinde)

29.04.1914 Abnahmegutachten (Hinweis: Die Fenster hinter der Orgel sollten abdunkelt werden!)  

Das Gehäuse bestand aus Tannenholz "einschließlich dekorativer Prospektpfeifen".

Mit Datum 25.07.1935 sendet Pfarrer Hötzel an die Firma Walcker einen Entwurf für die Überarbeitung der Orgel, der sich auf ein nicht vorhandenes Angebot der Firma bezieht. Von diesem Schreiben ausgehend, scheint die Disposition aus den beiden Angeboten vom 04.07.1913 nie umgesetzt worden zu sein. Die unten aufgeführte erste Disposition bezieht sich demnach auf die "IST" Beschreibung vom 25.07.1935, die zweite Disposition enthält die dann vorgenommenen Veränderungen, die auch aus dem "Meldebogen für Orgeln"  vom 01.06.1944 hervorgehen. Demnach hat die Orgel zwischen 1935 und 1944 "eine Umstellung, Erweiterung und Verbesserung" erfahren.

09.09.1947 Brief von Orgelbauer Willi Peter: unzählige bauliche Mängel der Orgel sind vorhanden; zudem Hinweis, „dass die Orgel in keiner Weise dem heutigen Klangempfinden entspricht, ein Dispositionstausch wäre unbedingt zu empfehlen, damit die ganze wertvolle Orgelliteratur gespielt werden könnte.“

01.12.1955 Gutachten Orgelbauer Schuke, Berlin: das Werk ist baulich und musikalisch „nur aus der Zeit der Erbauung heraus zu verstehen.“ Das Alter ist erreicht, die Literatur nicht darstellbar, die architektonische Fassade stummer Pfeifen geht am Wesen der Orgel vorbei.

Konsequenzen: 1. Die Fehler anhäufen lassen bis Unbespielbarkeit, keine Reparaturen mehr; 2. Neubau anstreben

09.12.1955 Beschluss im Presbyterium: Neubau

13.02.1957 Kaufvertrag; Verkauf der Orgel an die Katholische Kirchengemeinde St. Ludgerus in Weseke, Kreis Borken Westfalen über Vermittlung (?) von Orgelbaumeister Karl Kollewe, Krefeld.

Disposition der 39 Register von 1935 und die Veränderungswünsche:

1. Manual 10 2. Manual 13
Gemshorn 8' stärker Salicional 8' stärker
Flöte Harm. 8' Quinte 2 2/3 liebl.Gedackt 8' kräftiger
Bourdon 8' schwächer Hohlflöte 8' kräftiger
Gambe 8' nachintonieren Geigenprincipal 8' weicher
Principal 8' weicher Liebl.Gedackt 16' nachintonieren
Bourdon 16' nachintonieren Traversflöte 4' nachintonieren
Rohrflöte 4' stärker Fugara 4' nachintonieren
Oktave 4' nachintonieren Piccolo 2' nachintonieren
Oktave 2' nachintonieren Harm.aether. 3fach Zimbel 4fach
Mixture 3-4fach mildern Kornett 8' Sesquialtera
Oboe 8' nachintonieren
Klarinette 8' Krummhorn 8'
Trompete 8' Regal 4'
3. Manual 8 Pedal 8
Liebl.Gedackt 16' nachintonieren Gedacktbass 16' offener
Voxcelesti 8' Terz 1 1/3 zart Subbass 16' nachintonieren
Aeoline 8' nachintonieren Principalbass 16' ergiebiger
Viola 8' nachintonieren Flötenbass 8' nachintonieren
Konzertflöte 8' nachintonieren Cello 8' Flöte 4'
Flöte 4' nachintonieren Oktava 8' nachintonieren
Viola 4' nachintonieren Choralbass 4' nachintonieren
Flautino 2' nachintonieren Posaune 16' Trompete 8' aus II

Die Disposition wie angegeben im Meldebogen am 01.06.1944:

1. Manual 10 2. Manual 13
Gemshorn 8' Salicional 8'
Quinte 2 2/3 liebl.Gedackt 8'
Bourdon 8' Hohlflöte 8'
Gambe 8' Geigenprincipal 8'
Principal 8' Liebl.Gedackt 16'
Bourdon 16' Traversflöte 4'
Rohrflöte 4' Fugara 4'
Oktave 4' Piccolo 2'
Oktave 2' Zimbel 4fach
Mixture 3-4fach Sesquialtera 22/3+11/3
Oboe 8'
Krummhorn 8'
Regal 4'
3. Manual 8 Pedal 8
Liebl.Gedackt 16' Gedacktbass 16'
Siffflöte 1' Subbass 16'
Aeoline 8' Principalbass 16'
Viola 8' Flötenbass 8'
Konzertflöte 8' Flöte 4'
Flöte 4' Oktava 8'
Viola 4' Choralbass 4'
Flautino 2' Trompete 8'

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Die zweite Orgel: Peter Orgel

Peter Orgel B.jpg (46044 Byte)

Geschichte (Quelle: Archiv der Gemeinde)

15.07.1962 Festgottesdienst zum Tag der Einweihung der neuen Peter-Orgel

Seit spätestens Mai 1984 beschäftigt sich die Gemeinde mit dem Zustand der jetzigen Peter-Orgel in der Auferstehungskirche (Brief Orgelbaufirma Peter über den Zustand der Orgel).
1985 entsteht das Konzept zur Sanierung des Zentrums um die Auferstehungskirche.

18.09.1987 1. Gutachten Dr. Krieg über Orgel in der Auferstehungskirche (Tendenz: eine Generalüberholung oder ein technischer Umbau und Restaurierung werden negativ bewertet).
22.03.1989 2. Gutachten des staatlichen Orgelsachverständigen Drozella (Neubau empfohlen)
19.04.1989 Beratung im Presbyterium
20.04.1989 3. Gutachten des landeskirchlichen Orgelsachverständigen Günter Eumann (Neubau empfohlen)

Dscf0398.jpg (36116 Byte) Leider mehr als eine Äußerlichkeit ... mehr Bilder finden Sie hier: Peter Orgel.

18.10.1989 Beschluss 89/79: Rücklagenbildung für Neubau (15.000 DM)
02.09.1993 Verhandlung mit Gesamtverband
31.01.1999 Gründung Orgelbauverein / eingetragen in Vereinsregister am 24.06.1999, z.Zt. ca. 50 Mitglieder

April 2003 Verkauf der Peter-Orgel an die Firma Ladach.

Disposition der Peter-Orgel (35 Register):

Hauptwerk
Rohrpommer 16'
Prinzipal 8'
Gedecktflöte 8'
Oktave 4'
Spitzflöte 4'
Schwiegel 2 2/3'
Überbl. Schweizerpfeife 2'
Mixture 2' 6-7fach
Trompete 8'
Schwellwerk
Rohrflöte 8'
Nachthorn singend 8'
Prinzipal 4'
Rohrtraverse 4'
Oktave 2'
Überbl. Rohrgemsquinte 1 1/3'
Span. Hintersatz 2 2/3' 3fach
Terzzimbel 1' 5fach
Sesquialtera 2 2/3' 3fach
Clarine 4'
Rohrkrummhorn 16'
Brustwerk
Singend Gedackt 8'
Praestant 4'
Gedackt Nachthorn 4'
Blockflöte 2'
Sifflöte 1'
Kleine Zimbel 1/2' 3fach
Vox humana 8'
Pedal
Subbass 16'
Oktave 8'
Rohrgedeckt 8'
Gemshorn 4'
Doppelrohrflöte 2'
Pedalmixture 5 1/3' 5fach
Posaune 16'
Feldtrompete 4'

Koppeln III/P, II/P, III/I, III/II, I/II;  Tremulant; Spieltraktur mechanisch (Nylon); Registratur elektrisch

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Mehr Bilder der Orgel finden Sie hier: Peter Orgel.

Die Peter Orgel heute

Die Peter Orgel

Die Peter Orgel ist mittlerweile in Radom / Polen wieder aufgebaut. Vom Vermittler des Verkaufes, Herrn Ladach, wissen wir, dass über ein halbes Jahr vier Menschen beschäftigt waren, die Traktur, soweit Platz für Wellenbretter vorhanden war, von Nylon- auf Holzabstrakten umzustellen. Die eigentlich notwendige Unterteilung in C- und Cis-Lade ist nicht durchgeführt worden. Weil auch keine neuen Register eingebaut wurden, ist die Orgel in ihrer Klangestalt auch nach dem „Konfessionswechsel“ in der katholischen Kirche unverändert geblieben.

„Die Menschen in Random sind sehr glücklich mit der Orgel!“, wurde uns gesagt. Sie haben sich für sie eingesetzt. Nun begleitet sie ihren Gesang, und unsere besten Wünsche begleiten die Gemeinde!

Pfarrer Michael Debrand-Passard

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Stand: 11. Juli 2007