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Orgelbaumeister Peter Fräßdorf zur Intonation der EUROPA-ORGEL. Dann folgen für die neue Orgel: die Abschnitte:
1. Einleitung 2.
Disposition 3. Beschreibung. Bilder von den Vorbereitungen des Orgelbaus in der Firma in Frankfurt (Oder) finden Sie hier: Bilder Orgelbau, die vom Bau in der Auferstehungskirche hier: Orgelbau und in einem zweiten Teil hier: Bilder Orgelbau Teil 2; die von den vorbereitenden Arbeiten an der Empore hier: Stahlkonstruktion. Eine kleine Erläuterung vieler Fachbegriffe finden sie hier: Orgelkunde, eine Einführung in die Grundprinzipien über den Aufbau von Orgeln hier: Orgelkunde Teil 2.
Die Intonation der OrgelIm Orgelbau wird die klangliche Gestaltung einer Orgel mit "Intonation" bezeichnet. Man versteht darunter das Einstimmen der Register untereinander mit Bezug auf die akustischen Verhältnisse des Raumes. Hinter der
kurzgefassten Beschreibung zur Aufgabe der Intonation verbirgt sich jedoch ein komplizierter und in vollem Umfang auch schöpferischer Prozess.
Wir stellen opus 2272 vor EUROPA-ORGEL "Felix-Mendelssohn" Eine neue Orgel mit 65 Registern, verteilt auf III Manuale und Pedal entsteht in unserem Haus für die Evangelische Kirchengemeinde der Auferstehungskirche in Düsseldorf-Oberkassel. Auszug aus dem Angebot: Unser Angebot für den Bau der neuen Orgel in der Auferstehungskirche wurde auf der Grundlage der Ausschreibung vom 28.12.2000, weiterführenden Gesprächen und einer Raumbesichtigung vor Ort erarbeitet. Es ist das Ergebnis gemeinsamer Überlegungen und bietet einen Prospektentwurf, eine innere Konstruktion, ein klangliches Konzept und eine Kalkulation an. Prospektentwurf/Gehäuse Das Erscheinungsbild der Orgel spiegelt das Innere des Instrumentes wider. Die Platzierung der einzelnen Werke, geradlinig zum Spieltisch, ist insbesondere für die Führung der Tonmechaniken wichtig. In die innere Harmonie des Raumes stellen wir ein Instrument, das sich in die Symmetrie des Raumes einfügt. Dabei sollten die geraden Linien in der Ansicht der Orgel ein belebender Gegensatz sein. Das massiv gebaute Gehäuse bekommt einen weißen Farbanstrich, in dem sich goldfarbene Linien und Schleierbretter befinden. Die holztechnische Ausführung des Gehäuses orientiert sich an den besten Tugenden des Orgelbaus, d.h. Rahmen mit Füllungen und solide Holzstärken. Besonders die Steckfüllungen sollen zur Anwendung kommen, um unerwünschte Resonanzen zu vermeiden. In der Kalkulation berücksichtigen wir eine Kombination aus Kiefer/Eiche. Der Spieltisch wird in das Untergehäuse eingebaut und ist verschließbar. Er nimmt alle schalttechnischen Einrichtungen auf. Innere Konstruktion Das innere Orgelgerüst wird aus Massivholz gefertigt. Die darauf ruhenden Windladen werden durch ein mechanisches Regierwerk und eine mechanische Tontraktur angesteuert. Bis auf die Wellen der einzelnen Trakturen werden nur Trakturelemente aus Massivholz verwendet. Die Lage der einzelnen Werke bietet unkomplizierte Verbindungen von der Taste zum Ventil. Die Ausführung der Tonmechanik erfordert besondere Aufmerksamkeit, da die angebotenen 65 Register auf mechanischem Weg angespielt werden. Dazu ist die Ausführung der Traktur als „hängende Traktur“ vorbereitet. Die Tasten am Spieltisch werden als einarmige Hebel gefertigt. Für die Nebenzüge Carillion und Europhon werden einschaltbare Anspielmöglichkeiten eingefügt, die bei Bedarf vom Hauptwerk (Carillion) und dem Schwellwerk (Europhon) angesteuert werden können. Auch erscheint uns eine Entlastung der Pedalmechanik wichtig, in dem die 32-Füßer auf Extraladen stehen und elektrisch aktiviert werden. In die Registertraktur werden zusätzlich Elektromagneten eingefügt, um Registrierungen programmieren zu können (Setzer). Auch die Manual-Tontrakturen erhalten zusätzlich eine elektrische Spieltechnik. Dieser Zusatz begründet sich darin, dass im großen Orgelspiel (Einsatz aller Koppeln) die Werke zueinander auf elektrischem Weg zusammengeführt werden und damit höchste Brillanz spieltechnisch möglich ist. Auch ist damit die Einbeziehung von Sub- und Superkoppeln möglich. Hiermit soll insbesondere den Intentionen der romantischen Orgel entsprochen werden. Ein ausreichend großer Orgelmotor wird geräuscharm im Inneren des Instrumentes platziert. Ein Magazinbalg (Aufnahmebalg) soll zunächst den Wind beruhigen. Mit erhöhtem Druck wird der Wind über ein Massivholz-Kanalsystem an die Windladen geführt. Klangliches Konzept Die nachstehende Disposition wurde von Herrn Professor Oskar Gottlieb Blarr und Herrn Kapellmeister E. Wolfram Fürll in Zusammenarbeit mit den Orgelbaumeistern der Firma W. Sauer Orgelbau Frankfurt (Oder) GmbH entwickelt. Mit dieser Disposition sollen Voraussetzungen geschaffen werden, die nach entsprechender Mensurierung und Intonation die Interpretation der europäischen Orgelliteratur authentisch ermöglichen. Darüber hinaus sollen auch Inspirationen in die Zukunft weisen. Dieser Anspruch ist uns in hohem Maße bewusst. Deshalb bauen wir neben der traditionell gebauten Orgel auch technische Einrichtungen, die im „modernen“ Orgelbau Bestand haben werden. Nachfolgend sind die einzelnen Bauteile der Orgel beschrieben. Alle Orgelteile werden aus hochwertigem Material gefertigt. 2. DISPOSITION der EUROPA-ORGEL Felix Mendelssohn
STELLPLATZ : Das neue Instrument wird am jetzigen Standort der alten Orgel auf der rückwärtigen Empore der Kirche aufgebaut. Die Ausführung erfolgt auf der Grundlage unserer Angebotszeichnung vom 29. August 2001 sowie unseres Orgelmodells. Es gilt als vereinbart, dass die Rückwand der Orgel zur Außenwand der
Kirche einen Mindestabstand von 500 mm hat. PFEIFENWERK : Die Mensuren der einzelnen Register und der Winddruck der verschiedenen Werke werden entsprechend der Raumakustik und Raumgröße erarbeitet und auf der Grundlage langjähriger Erfahrungen festgelegt. Alle Metall- und Holzpfeifen werden in der eigenen Werkstatt hergestellt und dort vorintoniert. Die Anfertigung der Zungenpfeifen übernehmen Spezialfirmen nach unseren Mensurangaben. Die Klangeigenschaften werden vorab mit dem Auftraggeber abgestimmt. Die abschließende Intonation erfolgt in der Kirche unter Berücksichtigung der akustischen Verhältnisse. Die Herstellung der Metallpfeifen beginnt mit dem Legieren und Gießen der Zinnbleche in unserer Werkstatt. Die verschiedenen Legierungen der Register sind der Disposition zu entnehmen. Die Wandstärken der Pfeifen richten sich nach dem Durchmesser und der Länge des Pfeifenkörpers. Die Pfeifenfüße erhalten jeweils stärkere Wandungen als die Körper, um eine gute Standfestigkeit zu erreichen. Große Prospektpfeifen erhalten zur Stabilität Kupfereinsätze in den Füßen. Die Pfeifenkerne werden speziell für den entsprechenden Klangcharakter angefertigt. Labialpfeifen erhalten Stimmrollen oder bei Streichern Expressionen. Kleinere Pfeifen werden gekulpt. Die Deckel der gedeckten und halbgedeckten Metallpfeifen werden, soweit fachlich vertretbar, mit Filz abgedichtet. Bei kleinen Pfeifen wird wegen zuverlässiger Stimmhaltung als Dichtungsmaterial Papier verwendet. Die Holzpfeifen werden aus lang gelagertem und ausgesuchtem Massivholz in der angegebenen Holzart gefertigt. Kerne und Vorschläge sind aus Eiche/Buche. Die Stöpsel der Holzpfeifen sind befilzt und beledert. Die Füße erhalten verstellbare Windregulierungen. Die Kehlen und Zungenblätter der Zungenpfeifen sind aus Messing, die Stiefel aus Zinn oder Holz. Die Nüsse sind aus Blei, die Stimmkrücken aus Federbronze. Das Material der Becher ist 52% Zinn oder Holz (Kiefer), entsprechend der Disposition. Große Becher sitzen im Konus, kleinere Becher werden im Kopf eingelötet. Die Becher großer Zungenpfeifen werden durch eine Aufhängung gehalten. Der Zimbelstern mit fünf gegossenen Glocken wird mit einem sichtbaren Drehstern geliefert. Er wird über dem Positiv angebracht. Das Carillon mit seinen klingenden Glocken 4‘ c – d‘‘‘ (39 Bronzeschalen) wird vom Hauptwerk angespielt. Das Europhon mit seinen Klangplatten und Resonanzröhren, nach dem Konzept eines Vibraphons, wird vom Schwellwerk angesteuert. Im Prospekt sind in einem Kranz 12 Sterne sichtbar. Die Nachtigall wird mit Pfeifen konstruiert, deren Tonhöhe durch einen Generator gesteuert wird. Der Ruf des Kuckuck wird durch zwei Labialpfeifen, die durch Bälgchen gesteuert werden, erzeugt. WINDLADEN: Die Windladen sind das Kernstück der Orgel. Die Qualität der Windladen
bestimmt entscheidend die Funktion des Instrumentes. Zur Anwendung in Düsseldorf
kommen Schleifladen in Fundamentalbrettbauweise. Die Fundamentplatte ist ein
Verbundmaterial mit hervorragenden Rahmen, Ladenkörper und Stöcke bestehen aus verleimten Hölzern. Neben hervorragender Resonanzeigenschaft besitzt diese Konstruktion hohe Druck- und Knickfestigkeit und verhindert jegliches Verziehen. Alle Eckverbindungen werden mit Spezialleim ausgegossen und abgedichtet. Die Kanzellenquerschnitte, Ventilöffnungen und Ventilgrößen sind für den jeweiligen Windbedarf errechnet, den klanglichen Erfordernissen entsprechend angepasst und aufeinander abgestimmt. Selbst bei hohem Windverbrauch, beispielsweise in der Basslage, sind die Maße optimal ausgelegt. Die Ventile fertigen wir aus märkischer feinjähriger Kiefer. Sie werden, um Windwirbel zu verhindern, seitlich abgeschrägt und sind keilförmig. Als Dichtungen erhalten sie eine Auflage von Ventilleder und Filz. Die Ventilfedern sind aus nichtrostendem Stahl. Ausgetuchte Bleipulpeten dichten die Ventilabzüge ab. Die Schleifen sind aus Pertinax, einem sehr feuchtigkeitsbeständigen Material, das auch bei schwankenden Temperatur- und Luftfeuchtigkeitswerten eine einwandfreie Funktion garantiert. Zur Windabdichtung werden elastische Schleifenringe und Dichtungen aus Kerntuch verwendet. Rasterbretter und -bänkchen bestehen aus Holz. Die Rasterbretter erhalten am Stirnende eine Massivholzfeder. Die Rasterstützen werden aus Buche gefertigt. Unsere Windladenkonstruktion ist tropenfest und garantiert daher auch bei extremen klimatischen Verhältnissen und - trotz ungünstiger Heizungsanlagen - vollkommene Funktionsfähigkeit. Zur Regulierung von Winddruck und -menge wird in die Windlade ein eigener Schwimmerbalg mit Regulierventil eingebaut. In der Konstruktion ist vorgesehen, in jedem Werk die Gesamtheit der Pfeifen auf eine Windlade zu stellen. Aus bautechnischen Gründen wird jedoch eine Teilung zwischen C- und Cs-Seite vorgenommen. Das Pedal teilt sich zusätzlich in Vorderlade/Hinterlade, auch wegen der Tremolierbarkeit des Kleinpedals. Für eine stabile Windversorgung, bei möglichst leichtgängiger Traktur, sind Doppelventile bzw. Doppelkanzellen notwendig. Die Lage der Ventile ist, soweit möglich, in der Ladenmitte, wobei eine Kanzelle nach hinten, die andere Kanzelle nach vorn verläuft und die darüberstehenden Register mit Wind versorgt. Zusätzlich verjüngen sich die Kanzellen zu den jeweiligen Ladenenden, um den Winddruck in der Kanzelle bei starker Windströmung stabil zu halten. Natürlich kommt für den Einsatz von Doppelventilen nur der Bassbereich in Frage. Der Umfang kann erst nach abschließender Windberechnung exakt festgelegt werden. Außerdem werden Balanciers zur Differenzierung des Druckpunktes eingesetzt. WINDANLAGE: Ein ausreichend großer, geräuscharmer Winderzeuger bildet die Grundlage der Windversorgung. Er arbeitet mit 230/400 Volt Drehstrom bei 50 Hz. Seinen Platz findet er im Untergehäuse des Instrumentes. Die angesaugte Luft hat damit die gleichen klimatischen Eigenschaften wie die des Kirchenraumes. Die Windkanäle stellen wir aus Holz her. Die von uns gewählte Konstruktion,
die Querschnitte der Kanäle und der Windbedarf des Motors werden vorher genau
berechnet. Der Motorwind wird in einem Hauptbalg gesammelt und dann zu den
Windladenbälgen geleitet. Eine ausreichende und dabei ruhige und stetige
Windversorgung ist dadurch sichergestellt. Die Kondukten zu den ausgesetzten
Pfeifen, einschließlich Prospektpfeifen, werden aus innen glattem
Kupferrohr hergestellt. Die Verbindungen und Kröpfe werden verlötet. SPIELTRAKTUR: Die Spieltraktur überträgt die Fingerbewegung des Organisten von der Taste über Trakturglieder und –verbindungen mechanisch zum Ventil. Im Moment des Öffnens des Ventils entsteht ein Druckpunkt, den der Organist spürt. Durch die mechanische Traktur ist der Spieler in der Lage, akzentuiert zu spielen. Durch langsames oder schnelles Öffnen der Ventile werden unterschiedliche Obertöne bei der Ansprache der Pfeifen erzeugt. Die mechanische Verbindung von den Tasten zu den Tonventilen wird in erprobter, witterungsbeständiger und geräuschloser Ausführung hergestellt. Die Abstrakten werden aus feinjährigem Nadelholz, die Winkel aus Weißbuche und die Wippen aus Eiche gefertigt. Die horizontal verlaufenden Abstrakten sind in Holzpendeln gelagert, die vertikalen Trakturen werden in reibungsarmen Holzrechen und soweit erforderlich in Pendeln geführt. Die Orgel erhält eine hängende Traktur, die ab einer bestimmten Länge der Abstrakten mit einer selbständigen Spannvorrichtung ausgestattet wird. Im Übrigen sehen wir für die spätere Wartung genügend Regulierungsmöglichkeiten vor. Die Wellenbretter sind aus Holz, die Wellen aus Massivstahl. Parallel zur mechanischen Traktur wird die Orgel mit einer elektrischen Spieltraktur ausgerüstet. Dazu erhalten alle Manual- und Pedaltasten Kontakte und alle Ventile, einschließlich Pedal, Magnete. Um Funkenbildung auszuschließen werden opto-elektrische Kontakte eingesetzt. Neben der Kontaktgabe zu den Koppelmagneten wird über diese Kontaktschalter auch der Midi-Anschluss angesteuert. REGISTERTRAKTUR Die Register können mechanisch oder elektrisch betätigt werden. Es handelt sich damit um eine Doppelregistratur. Bei der mechanischen Betätigung werden die Bewegungen über Wellen, Winkel, Wippen und Zugstangen zur Schleife übertragen. Die mechanische Traktur ist leichtgängig, geräuscharm und ohne Leergang. Verwendet werden Präzisionsstahlrohr, Eichenholz, Kugel- oder Gabelgelenke. Für die elektrische Betätigung werden Registerzugmagnete in die Mechanik eingefügt. Die Registerzüge im Spieltisch sind aus Hartholz, nach Wahl und Absprache. SPIELTISCH : eingebaut an der Vorderseite des Instrumentes Registeranlage : links und rechts von den Manualen als Züge aus Hartholz, Beschriftung und Ausführung in Absprache mit dem Auftraggeber. Die Registerstaffelei des Spieltisches wird so angeordnet, dass der Abzug der Manubrien dem Organisten winkelrecht entgegenkommt. 3 Manuale: C – c4 = 61 Tasten Manualuntertasten : mit Knochenbeläge Manualobertasten : mit Ebenholz Pedal : C – f‘ = 30 Tasten aus Eiche, Parallelklaviatur, doppeltgeschweift, Lage Pedal/Manual dis/dis1 Orgelbank : Holz, entsprechend der Gehäuseausführung, stufenlos verstellbar Koppeln : Positiv/Hauptwerk mechanisch + elektrisch Super Schwellwerk elektrisch Sub Schwellwerk elektrisch Hauptwerk/Pedal mechanisch + elektrisch Weitere technische Spieltischeinrichtungen sind Schwelltritt für das III. Manual (Funktionsrichtung – Spitz „auf“, Hacke „zu“)
Es wird vor Ausführung eine Spieltischanordnung erstellt, die alle
Einzelheiten beinhaltet und vom Auftraggeber als auch dem Landeskirchenamt zu
genehmigen ist. SCHWELLWERK: Die Zungenregister des Schwellwerkes werden so angeordnet, dass ein leichter Zugang für die Stimmarbeiten möglich ist. Das Schwellwerkgehäuse wird aus 60mm starkem Massivholz gefertigt, einschließlich der Jalousien. An das Schwellgehäuse werden seitlich zusätzlich Jalousien angebracht. Diese seitlichen Jalousien öffnen bei „Crescendo“ zuerst. Im Anschluss wird die gesamte Jalousiefront geöffnet. Damit soll eine optimale Dynamik erreicht werden. Die Ansteuerung erfolgt mechanisch. GEHÄUSE: Das Orgelgehäuse ist geschlossen und schützt gegen Staub und Schmutz, gegen Fremdzugriff und hat eine schallrichtende Funktion. Es spiegelt den inneren Aufbau der Orgel wider. Unserem Entwurf vom 29.08.2001 können Sie entnehmen, dass das Positiv über dem Spieltisch platziert ist, darüber das Hauptwerk, rechts und links das Pedal in C- und Cis-Seite geteilt und hinter dem Positiv das Schwellwerk. Prospekt und Frontgestaltung werden gemäß Entwurf vom 29.08.2001 ausgeführt. Das Gehäuse wird als stabile Rahmenkonstruktion gebaut, die Rahmen und Füllungen sind aus Massiv-Holz. Es werden nur solche Hölzer verwendet, die den akustischen und statischen Anforderungen der Orgel Rechnung tragen. Als Holzart sind Eiche und Kiefer vorgesehen. Dieser Punkt und die Oberflächenbehandlung (insbesondere die farbliche Gestaltung) werden mit dem Auftraggeber abgesprochen. Das Orgelgehäuse ist innen farblos lackiert. Die Ziergitter (Schleierbretter) werden entsprechend unseres Entwurfes vom 29.08.2001 aus poliertem und oberflächenveredeltem Messing gefertigt. Auf einem stabilen Metallgeflecht, ebenfalls aus Messing, werden die einzelnen Elemente fest verlötet. Im Bereich der Rundtürme passen sich die Elemente der Beschreibung des Rundbogens an. In den gerade verlaufenden Feldern sind die Platten gewölbt und somit den Rundungen der Pfeifen angepasst. Mit gleichem Material werden die angedeuteten Linien im Orgelgehäuse ausgelegt. Die aufstrebenden Rundstäbe in den Prospektrahmen werden mit entsprechendem Messingrohr dekoriert. Eine dauerhafte Haltbarkeit der Messingpolitur ist nach der Oberflächenbehandlung sicher. Das Orgelgehäuse dient gleichzeitig als Orgelgestell, so dass eine günstige Resonanzverbindung von der Windlade zum Gehäuse vorhanden ist. Stützen, Traversen und auch der Orgelrost sind aus massiver Kiefer. INTONATION: Nach der Herstellung der Pfeifen werden diese in der Werkstatt vorintoniert. Das heißt, die Pfeife wird zum Klingen gebracht, die Tonstärke, Tonhöhe und der Klangcharakter werden zur abschließenden Intonation in der Kirche vorbereitet. Die endgültige klangliche Gestaltung wird in der Kirche vorgenommen. Für diese Arbeiten stehen erfahrene Intonateure der Fa. W. Sauer zur Verfügung. Entsprechend der Traditionen der Firma, wie auch den räumlichen und musikalischen Anforderungen wird die Intonation praktisch, aber auch künstlerisch ausgeführt. Besonderer Wert wird auf die Herausarbeitung der unterschiedlichen Charakteristik der einzelnen Stimmen und deren differenzierte Klanggebung gelegt. Hier wird eine enge Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber gewünscht. Die Gesamtverantwortung verbleibt jedoch beim Auftragnehmer. Für die Intonation ist ein umfangreicher Zeitfonds vorgesehen, so dass diese künstlerische Arbeit ohne jeglichen Zeitdruck ausgeführt werden kann. Die Stimmtonhöhe beträgt, wenn nicht anders vereinbart, 440 Hz bei 18oC. Es kommt die gleichstufig temperierte Stimmung zur Anwendung. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Copyright Evangelische Kirchengemeinde 2002 Stand: 11. Juli 2007 |