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Löricker Bläserkreis - weiter unten finden Sie Bilder
vom Bläserkreis
10 Jahre Löricker Bläserkreis - November 2004
Vor 12 Jahren begann meine Tätigkeit an der Gemeinschaftsgrundschule Lörick. Ich bekam ein 1.Schuljahr mit sehr interessierten und wissbegierigen Kindern. Da mein Hauptfach die Musik ist, begann ich bereits im 2. Halbjahr des 1.Schuljahres mit dem Flötenunterricht. Schnell waren die ersten Töne gelernt und ein erstes Liedrepertoire für Feste und Feiern in der Schule erarbeitet. Nun ist die Blockflöte nur ein Einstiegsinstrument für die Welt der Musik. Welches Instrument könnte jetzt im Rahmen der Schularbeit folgen?
Zufälligerweise saß im Löricker Kammerorchester neben mir ein Herr, der im Landeskirchenamt tätig war. Wir kamen ins Gespräch über die Arbeit in der Schule und so entstand ein Kontakt zum Landesposaunenwart Günter Klenk. Er brachte eines Tages aus Beständen der Kirche 5 Trompeten und 2 Tenorhörner, die anderwärtig nicht benötigt wurden.
Schnell aktivierte ich die Kenntnisse, die ich mir vor vielen Jahren bei einem Posaunenchor in Ratingen erworben hatte und der Unterricht mit der Trompete konnte in der Schule im Rahmen einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft beginnen. Meine Kollegin, Frau Monning, zeigte sich interessiert, ein Tenorhorn zu spielen. Da sie den Bass-Schlüssel schon kannte, erlernte sie sehr schnell auch die Spielweise dieses ungewohnten und lauten Instruments.
Die Arbeit mit den Kindern ging auch schnell voran. Wichtig war die richtige Atemtechnik zu lernen und die Muskulatur um den Mund zu trainieren, damit ein richtiger Ton gespielt werden konnte. Dann ging es über die Kuckucksterz und den Fünftonraum zu den ersten Liedern, die bei Festen in der Schule erklingen konnten. Später traten wir in der Philippus-Kirche und der Auferstehungskirche im Rahmen von Gottesdiensten und anderen Feiern auf. Auch in der katholischen Kirche Maria, Hilfe der Christen waren wir in der Adventszeit häufig zu Gast. Zu unseren festen Terminen gehören der Martinszug in Lörick und Heiligabend das mitternächtliche Turmblasen vom Turm der Auferstehungskirche.
Inzwischen gab es in der Schule neue Arbeitsgemeinschaften, denn die Kinder der ersten Gruppe gingen schon an die weiterführenden Schulen. Einige Kinder kauften sich eigene Instrumente, die Stadtsparkasse Düsseldorf sponserte fünf Instrumente, die in ständigem Gebrauch sind. Der Vater einer Schülerin erinnerte sich an seine früheren Kenntnisse, die er auf der Trompete erworben hatte und war motiviert bei uns mitzuspielen. Er kaufte sich kurzerhand ein neues Instrument und kommt seitdem regelmäßig zu unseren Proben.
Die Bläser der ersten Stunde sind noch immer dabei, auch wenn der eigene Musikgeschmack schon mal in eine andere Richtung tendiert.. Es besteht die stille Hoffnung, dass diese jungen Leute noch lange Mitglied unseres Kreises bleiben.
Der Bläserkreis besteht aber nicht nur aus Mitgliedern, die von der GGS Lörick gekommen sind. Wir konnten auch andere Blechbläser aus der Gemeinde in unseren Kreis integrieren, was
besonders bei den Trompeten wegen der unterschiedlichen Stimmungen manchmal etwas schwierig war, aber mit einiger Übung und Konzentration gut gelungen ist. Der Bläserkreis ist ein schönes Beispiel dafür, wie die Schule - einer langen Tradition folgend - durch ihre Arbeit in die Gemeinde hineinwirken und das Gemeindeleben bereichern kann.
Jeder in der Gemeinde, der ein Blechblasinstrument spielt, ist bei uns herzlich willkommen mit zu proben, freitags von 17.30 Uhr bis 18.30 Uhr, im Gemeindesaal der Philippus-Kirche.
Wolfgang Rodewies
Wolfgang Rodewies Tel.: 5961211
Bilder
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