Die Kantorei Oberkassel als Begriff gibt es seit 1970.
Schon seit 1913 jedoch, direkt nach der Grundsteinlegung der Auferstehungskirche, war der Kirchenchor gegründet und im Jahr nach dem Ende des Ersten Weltkrieges unter der Leitung von W. O. Probst wiederbelebt worden.
Als erster hauptamtliche Kirchenmusiker wird 1933 Herbert Burbulla an die Auferstehungskirche berufen. Sein Nachfolger wird 1955 Klaus Peter Bruhn, unter dessen Leitung ein besonders reges musikalisches Leben an der Kirche beginnt.
In Lörick, wo 1961 eine C - Musikerstelle eingerichtet wurde, prägt von 1961 bis 1998 Irene von Dewitz das kirchenmusikalische Leben.
An der Auferstehungskirche übernimmt 1968 Wolfram Fürll - noch nicht ganz dreißig Jahre alt - als Kantor die Leitung- Er führt die von Bruhn eingeführten "Oberkasseler Motetten" fort und intensiviert die schon vorhandene und nicht
unumstrittene - von der Jugend jedoch begeistert aufgenommene - Jazz-Szene an der Kirche. Mit den "Schütz-Zyklen" versucht er, selten zu hörende Literatur dem Publikum
nahe zubringen.
Der Gemischte Chor wächst auf etwa achtzig Mitglieder an, ein Posaunen- und ein
Kinderchor werden wieder gegründet.
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Bald wird, um zusätzliche, dringend benötigte Mittel zur Gestaltung anspruchsvoller Kirchenmusik zu beschaffen, der Verein zur Förderung der Kantorei Oberkassel gegründet.
Unter dem Namen KANTOREI OBERKASSEL finden viele Traditionen ihren Anfang, von denen so manche sich bis heute erhalten hat:
1971 beginnen die lange Zeit sehr beliebten und weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannten Rosenmontagsbälle.
Das 1978 eingeführte Turmblasen zieht seit nunmehr fast einem Vierteljahrhundert Jahr für Jahr in der Christnacht Mengen von Menschen auf den Platanenvorplatz und in die Strassen um die Auferstehungskirche, und entwickeln sich schon bald zum beliebten Familien- und Freundestreffpunkt.
In den 80er Jahren beginnt eine immer intensiver werdende musikalische Zusammenarbeit mit dem bulgarischen Orchester "Ensemble
Dianopolis", was 1986 zu einer Chor-Konzertreise nach Bulgarien und 1991 zu einem Besuch auch des bulgarischen Chores in Düsseldorf führt. Über Jahre organisiert die Kantorei Oberkassel Hilfsgütertransporte und private Patenschaften für die bulgarischen Musiker, woraus sich, über die musikalischen Kontakte hinaus, viele Freundschaften bilden.
KaO´s die Kantorei-Nachrichten, die zu Kantor Fürll´s Abschied die Nummer HUNDERT erreicht haben, gibt es seit 1984.
Das "Sommernachtscafé" zum Saisonende - an lauen Abenden unter den Platanen - hat seit 1986 Tradition.
1995 wird unter Mitwirkung der Schola der Kantorei zum ersten Mal die Osternacht gefeiert, eine Feier, die sich nun jedes Jahr wiederholen soll.
Auch das "Oberkasseler Kaffeehaus" wird ins Leben gerufen, ein geselliger, von Mitgliedern der Kantorei musikalisch gestalteter Samstag-Nachmittag, der schon bald viele Anhänger findet und in diesem November zum sechsundzwanzigsten Mal stattfinden wird.
Neben den Konzerten - Hauptaufgabe und Schwerpunkt der Kantorei (siehe Anhang) - und den Traditionen seien noch ein paar weitere Punkte erwähnt.
1988 hat der Chor "großen Auftritt" in der Tonhalle. Aufgeführt wird - zum ersten Mal in Düsseldorf - "Die Heilige Elisabeth" von Franz Liszt, zusammen mit dem Bachverein, dessen Leitung Kantor Fürll 1985 übernommen hatte.
1995 übergibt der Förderverein - nach langjährigem Spendensammeln - den Bösendorfer Konzert-Flügel.
1998 findet die Woche der Krakauer Engel statt, bei der 30 Engel, von polnischen Künstlern auf riesige Leinwände gemalt, an vielen öffentlichen Gebäuden in Oberkassel und Lörick zu sehen sind.
1999 wird der Orgelbau-Verein gegründet. Die Europa-Orgel "Felix Mendelssohn" soll 2004 - zum 90sten Geburtstag der Auferstehungskirche - eingeweiht werden.
Ende Juni 2002 findet die festliche Abschiedswoche mit der Aufführung von Haydn´s "Jahreszeiten" ihren
Abschluss. Kantor Fürll tritt in den Vorruhestand und übergibt den Stab seinem
Nachfolger Thorsten Göbel.
Als erstes Konzert unter der Leitung von Thorsten Göbel
ist am 15. Dezember das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach aufgeführt
worden. Weitere Konzerte folgen, wie das Sylvesterkonzert für zwei Orgeln und
Gesang am 31.12.2002. Eine Übersicht aufgeführte Musik finden Sie hier: Werke
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Chorordnung / Stand: 10. Februar 2003
1. Kantorei Oberkassel
Der gemischte Chor der Evangelischen Kirchengemeinde Düsseldorf-Oberkassel tritt unter dem Namen Kantorei Oberkassel
auf und ist in seiner Tätigkeit an die Kirchengemeinde gebunden. Die Kantorei Oberkassel
sieht ihre Aufgabe in der musikalischen Betreuung der Gottesdienste und der Durchführung von Chorkonzerten (Kantaten, Oratorien, a
capella, etc.).
2. Leiter der Kantorei Oberkassel
Leiter der Kantorei Oberkassel ist der hauptamtliche Kirchenmusiker (Kantor). Ihm obliegt die Auswahl der Literatur, sowie die Verpflichtung von Solisten und Instrumentalisten.
3. Chorvertreter
Chorvertreter sind der vom Chor gewählte Chorsprecher und die von den Stimmen gewählten drei Stimmvertreter (Sopran, Alt, Männerstimmen). Die Wahl erfolgt für zwei Jahre. Die gewählten Chorvertreter sollen die in der Kantorei Oberkassel anstehenden Aufgaben koordinieren (siehe Anhang).
4. Chorversammlung
Die Kantorei Oberkassel hält in jedem Jahr eine Versammlung ab. Sie dient der Wahl der Chorvertreter, eines Kassenwartes, eines Kassenprüfers, der Terminierung von langfristigen Planungen (Reisen etc.) und der Möglichkeit zur Diskussion von Anregungen aus den Reihen der Mitglieder. Zu dieser Versammlung sind alle aktiven Mitglieder eingeladen. Der Termin wird im Kantoreikalender bekannt gegeben. Bei Wahlen enthält sich der Kantor der Stimme. Über die Chorversammlung ist ein Ergebnisprotokoll anzufertigen.
5. Chorbeitrag Für die Belange der Kantorei Oberkassel wird ein jährlicher Beitrag erhoben (zur Zeit: Erwachsene: 62.- €, Ehepaare: 100.-€, Jugendliche: 30.- €). Die Hälfte des Beitrags gilt als Spende für den Kirchenmusik-Etat und soll über Bankeinzugsverfahren oder Dauerauftrag geleistet werden; der Kontoauszug wird als Spendennachweis anerkannt. Die andere Hälfte des Beitrages steht der Kantorei Oberkassel für diverse Anlässe zur Verfügung. Auch dieser Beitrag soll über Bankeinzugsverfahren oder Dauerauftrag geleistet werden. Über die Verwendung des Choranteils entscheiden Chorvertreter und Kassenwart.
6. Ausstattung der Kantorei Oberkassel
Für die Kantoreiarbeit stehen dem Leiter und den Mitgliedern der Kantorei Oberkassel kirchliche Räume, Instrumente und Geräte zur Verfügung. Den Sängern werden die Chornoten - soweit vorhanden - gestellt. Für bestimmte Werke sollen von den Chorsängern Klavierauszüge entsprechend den Vorgaben des Kantors erworben werden. In Sonderfällen können Noten gegen Pfand ausgeliehen werden.
7. Chordienst
Die Mitglieder der Kantorei Oberkassel verpflichten sich, zu allen Diensten des Chores, zu Proben und Stimmbildung zur Verfügung zu stehen. Für die Chordienste werden in Verantwortung der Stimmvertreter Anwesenheitslisten geführt. In diesen Listen sind auch Eintragungen voraussichtlicher Abwesenheit vorzunehmen, um dem Kantor Planungssicherheit zu gewährleisten. Bei häufiger Probenabwesenheit entscheidet der Kantor über die Teilnahme an der jeweiligen Aufführung.
Ein Plan für alle Chordienste / Kantoreikalender (Proben, Gottesdienste, Konzerte, sonstige Veranstaltungen) wird vom Kantor in Absprache mit dem Ausschuss zur Organisation der Kirchenmusik (AOK) und Chorvertretern halbjährlich erstellt.
In den Gottesdiensten singt der Chor in angemessener Kleidung. Eine vorgeschriebene liturgische Chorkleidung gibt es nicht.
Bei Konzerten tragen die Damen lange schwarze Kleidung mit unifarbenem Schal, die Herren schwarze Anzüge und Krawatten.
8. Versicherung
Alle Mitglieder der Kantorei Oberkassel sind nach Bestimmungen des „Sammel-
Unfall- und Haftpflichtversicherungsvertrages der EKiR“ versichert.
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Anhang zur Chorordnung / Aufgabenkatalog
1. Koordination aller Helferaufgaben
2. Stimmvertreter
- Anwesenheitsliste
- Integration neuer Chormitglieder
- Vertretung des Chorsprechers
3. Chorsprecher
- Vertretung des Chores nach außen (Außenwirkung)
- Vermitteln zwischen Chor und Kantor
- Kontaktpflege zum AOK und zu anderen Kreisen der Gemeinde
- Beratung bei der Arbeitsplanung (Termine, Kantoreikalender)
- Vorbereitung / Durchführung von Chorveranstaltungen
(Chorversammlung, Chorwochenenden, etc.)
4. Notenwart
- Ausgabe, Verleih, Verkauf und Rücknahme von Noten
- Sortieren, Ordnen (nach Absprache mit Kantor)
5. Kassenwart
- Führung der Chorkasse
- Prüfen der Chorbeiträge
6. Pressearbeit
- Konzertinformation
- Kritiker einladen
7. Öffentlichkeitsarbeit
- Akquisition für Anzeigen
- Mitgestaltung von Programmheften, Plakaten
- Verteilung von Plakaten und Handzetteln
- Erstellen der internen Kantorei-Information-KaO´s
8. Festausschuss
- Konzert - Nachfeiern
- Sommernachtscafé, Chorfeste
- Glühweinausschank bei Turmblasen
- Ausschank bei Kammermusik, etc.
9. Konzerthelfer
- Podestaufbau (Stühle, Notenpulte, Beleuchtung für Orchester)
- Kartendruck, Kartenvorverkauf (extern und intern)
- Organisation der Abendkasse (Konzerte / Kammermusik) und Platzanweiser
- Honorarauszahlung
- Banknummerierung
- Blumen für Solisten
10. Sonstiges
- Clubraum
- Oberkasseler Kaffeehaus
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Probenplan
Kantoreikalender 2008 / 2009
Wir begrüßen Sie herzlich bei der
evangelischen Kirchengemeinde im linksrheinischen Düsseldorf-Oberkassel.
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Bilder und andere Inhalte
entsprechen einem Stand von Herbst 2008.