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evangelischen Kirchengemeinde im linksrheinischen Düsseldorf-Oberkassel.
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entsprechen einem Stand von Herbst 2008.
Zivildienst im Jahr 2008 – Eine Aufgabe zwischen Himmel und Supermarkt
Wer denkt, dass im Alter der Appetit kleiner wird, der irrt sich gewaltig. Wer dazu noch denkt, im Alter würde man keine weiten Wege mehr zurücklegen, irrt ebenso.
Für das leibliche Wohl, bzw. den wöchentlichen Einkauf zu sorgen, das ist nun seit drei Monaten unsere Aufgabe. Zum Schmunzeln sind die unterschiedlichen Vorlieben und Eigenarten. Bei dem einen wundert man sich über den unbändigen Appetit auf Aufschnitt (800 gr. Fleischwurst), bei dem anderen über das Bedürfnis nach langen Spaziergängen (15 km. Schieben). Eine längere Diskussion darüber, dass „KD“ jetzt „Rossmann“ ist, kann den Zeitplan schon mal etwas durcheinander bringen.
Manchen Einkauf beginnt man langsamen Schrittes, Frau X am Arm, auf der Luegallee. Schon nach kurzer Zeit hat sich die Begleitung am Arm um drei Tüten und eine Topfpflanze erweitert. Dies veranlasst Frau X sich vom Arm zu lösen, den Schritt zu beschleunigen, und den aufmunternden Ruf erklingen zu lassen: „Geht das nicht ein bisschen schneller, Zivi?“
Dies alles soll sich nicht anhören, als ob uns die Arbeit keinen Spaß machen würde. Wir sind mit unseren alten Menschen voll auf zufrieden und stehen jeden Morgen mit einem Lächeln im Gesicht auf, um die Versorgung mit Rahmspinat oder Obst, Bank und Blumengeschäften zu sichern oder um panischen Hilferufen folge zu leisten: „Sie müssen mir helfen; ich sitze auf dem Trockenen – die Milch ist aus!“
Leider ist unser Zeitlimit befristet, und wir wissen schon jetzt, dass wir unsere Arbeit sehr vermissen werden.
Mit den allerbesten Grüßen,
Ihre / Eure Zivis
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