1.3 Konzeption
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Ein leitendes Bild der Gemeinde lautet: Wir öffnen Räume! - siehe Konzeption der Gemeinde. Dieses "WIR" wurde bezogen auf Vermietungen von Räumen an der Auferstehungskirche schon lange einer Person zugeordnet: Jürgen Hahn. Über die Jahre hin hat er sich erfolgreich für die Öffnung der Räume eingesetzt. Nun hat er diese Aufgabe abgegeben, ihm ein herzliches DANKE!!

Da die Vermietungen meist im Stillen - und doch klar und deutlich - am Telefon geschahen, gibt es hier nur Bilder von Jürgen Hahns Engagement für den Orgelbau.

DSCF3810.jpg (126326 Byte)

Jürgen Hahn bei der Übergabe des Schecks des Orgelbauvereins. (dritter von links).
DSCF0440.jpg (49233 Byte) Werbeaktion auf dem Barbarossaplatz für den Orgelbau
Nur gut, dass seine Ehefrau Karin (hier mit Rudolf Wehrmann) seine Arbeit für die Gemeinde unterstützt. DSCF2842.jpg (85756 Byte)

 

 

Eine aktuelle Ergänzung zur Konzeption stellt der Artikel des Finanzkirchmeisters Friedemann Bruhn dar. Der Artikel erscheinen im Gemeindebrief im März 2006 und ist hier vorab zu lesen. Ein Klick bringt Sie direkt zur Gemeindekonzeption weiter unten.

Denk mal ... 
Das liebe Geld - Unsere Finanzen 

Auf der Gemeindeversammlung im Jahr 2005 haben wir Sie bereits über unsere schwierige finanzielle Lage informiert. Sie haben uns seinerzeit viele Vorschläge unterbreitet, wie Geld eingespart oder auch neue Einnahmequellen erschlossen werden können. Dafür an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank!
Viele Ihrer Ideen sind in die Überlegungen des Presbyteriums eingeflossen. Insbesondere die Vorschläge zur Einsparung von Kosten bei der Nutzung unserer Kirchen und Gemeindehäuser haben auch unsere Küster, denen an dieser Stelle für ihren unermüdlichen Einsatz gedankt werden soll, gern aufgenommen.
Außerdem haben wir Ihnen zugesagt, Sie regelmäßig über die Entwicklung der Finanzen zu unterrichten, was wir – nach dem Artikel im Gemeindebrief des letzten Sommers – hiermit fortsetzen möchten. Wir hatten Ihnen seinerzeit schon berichtet, dass betriebsbedingte Kündigungen Anfang des Jahres 2005 schon nicht mehr zu vermeiden waren.

Bekanntlich werden alle Düsseldorfer Evangelischen Kirchengemeinden ab dem Jahr 2007 erneut deutlich niedrigere Zahlungen aus dem Kirchensteueraufkommen erhalten, was zu weiteren erheblichen Einsparungen und der Entwicklung neuer Konzepte zwingt. Wir sind überzeugt, dies zur langfristigen Sicherung unserer Arbeit für Sie und alle Menschen, für die wir da sein möchten, tun zu müssen.
Das Presbyterium hat deshalb zunächst im Hinblick auf die sich sehr verschärfende Lage weitere schwerwiegende und schmerzhafte Beschlüsse im letzten Jahr gefasst:
So werden unsere gesamten Räume ab dem 1.April 2006 nicht mehr durch eigene Mitarbeiter, sondern nur noch durch ein externes Reinigungsunternehmen geputzt werden. Hierdurch sind bereits zum Jahresende 2005 mehrere Kündigungen erforderlich gewesen. Das Presbyterium hat sich diese Entscheidungen nicht leicht gemacht. Wir haben vielmehr gemeinsam feststellen müssen, wie schmerzhaft der Prozess der Anpassung durch Verkleinerung ist.

Gleichzeitig sind mit den Entscheidungen aber Chance verbunden: Umbesetzungen werden möglich, wir können Arbeitsplätze langjähriger anderer Mitarbeiter erhalten und sparen Ausgaben ein. Der Haushalt des Jahres 2005 wird so wahrscheinlich ohne weitere Entnahme aus der Rücklage abgeschlossen werden können.
Wir wollen aber nicht nur sparen, sondern auch Neues wagen. So ist unsere im Jahr 2004 gegründete Evangelische Kulturstiftung Oberkassel jetzt arbeitsfähig und beginnt mit der sicher mühevollen aber lohnenden Arbeit, Stifter und Spender zu finden. Der Vorstand arbeitet kräftig und freut sich über Ihre Mitarbeit und auf Ihre Ideen. Lassen Sie uns durch diese Stiftung die kulturelle Arbeit sichern. Es ist abzusehen, dass ohne erhebliche Mittelzuflüsse z.B. die Kirchenmusik dauerhaft im bisherigen Umfang nicht aufrecht erhalten werden kann. 
Neues soll auch in unseren Gemeindezentren entstehen. Sie sollen weiterhin Mittelpunkt der Gemeinde sein, bedürfen aber einer Anpassung an die fortschreitende Zeit. Hierzu wollen wir neue Konzepte und Ideen mit baulichen Veränderungen verknüpfen und hierdurch dauerhaft Kosten einsparen, um schöne Räume für das Gemeindeleben zu sichern.

Das Presbyterium hat neben seinen regelmäßigen Sitzungen ein ganzes Wochenende über die zukünftige Arbeit der Gemeinde, unsere Schwerpunkte und Aufgaben beraten. Viele Interessen, Wünsche und Überzeugungen sind zu berücksichtigen. Die Frage, was unverzichtbar ist, muss beantwortet werden. Hierzu hat das Presbyterium die Gemeindeberatung hinzugezogen, mit deren Hilfe wir weitere Gespräche führen und Entscheidungen treffen wollen. Im Februar 2006 findet eine ganztägige Sitzung hierzu statt. Über die Ergebnisse werden wir Sie auf der Gemeindeversammlung, durch Artikel im Gemeindebrief und eine geplante Sonderausgabe nur zu den Finanzen unterrichten.

Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam die aktuelle schwierige Lage bewältigen und eine sichere Zukunft für unsere Gemeinde schaffen können. Ich vertraue auf Ihre weitere Unterstützung, Ihr Engagement, Ihren Einsatz, wie er sich täglich im Kleinen und Großen zeigt.

Friedemann Bruhn
Finanzkirchmeister

Ergänzungen zur Konzeption stellen die Artikel des Finanzkirchmeisters Friedemann Bruhn und des Presbyters Gerhart Matthäus dar. Die Artikel erschienen im Gemeindebrief im Juni 2005 und sind hier zu lesen. Ein Klick bringt Sie direkt zur Gemeindekonzeption weiter unten.

Das liebe Geld

Liebe Gemeinde!

Mit einer regelmäßigen Kolumne (im Gemeindebrief, Anm. d. Webmasters) wollen wir als Presbyterium den Versuch wagen, Sie ab sofort insbesondere über unsere finanzielle Lage und die Konsequenzen für uns alle zu informieren. Hierzu bedarf es zunächst - wie schon auf der Gemeindeversammlung Januar 2005 mündlich erläutert - einer Bestandaufnahme:

In den letzten dreißig Jahre hat vieles verändert. Sie wissen es teils aus eigenem Erleben, teils vom Hören. Beispielsweise war die Zahl der Besucher von Gottesdiensten und Veranstaltungen früher wesentlich höher. Dies lag hauptsächlich an der stärkeren gesellschaftlichen Ausprägung christlichen Lebens. Die Bindung zur Kirche als Institution ist lockerer geworden, viele Menschen sind auch aus unserer Evangelischen Kirche ausgetreten.

Blicken wir auf die Entwicklung unserer Gemeinde in den letzten dreißig Jahren, hat sich z.B. die Zahl der Gemeindeglieder nahezu halbiert. Aktuell gehören zu unserer Gemeinde rund 6000 evangelische Christinnen und Christen. Dabei ist die Zahl der Austritte nur einer der Gründe des Mitgliederrückgangs. Sicherlich ein sehr schmerzlicher, da uns die Mitarbeit und das Mitdenken dieser Menschen fehlt und hierdurch auch immer mehr Kirchensteuerzahler weg brechen. Und dies passiert manchmal sogar in der Form, dass bei Familien die Nicht-Verdiener in der Kirche bleiben, alle die Angebote nutzen, aber die solidarische Finanzierung unterbleibt.

Ein weiterer Grund ist der demographische Wandel: In Deutschland, auch in Düsseldorf, leben immer weniger Menschen, allein deshalb auch weniger Christen. Und zusätzlich können sich gerade oft junge Familien die Wohnpreise in unserem Gemeindegebiet nicht leisten und ziehen ins Umland.

Sodann trifft die wirtschaftliche Lage in Deutschland nicht nur den Bundesfinanzminister, sondern auch die Kirche. Die Steuereinnahmen gehen zurück, auch bei uns. Darüber hinaus werden aber die Kirchen noch besonders hart durch die sich ändernde Steuerpolitik betroffen: Zum einen begrüßen wir, dass z.B. Familien und Geringverdiener weiter steuerlich entlastet werden- zum anderen führt dies bei gleichem Kirchensteuerhebesatz auch zu geringeren Einnahmen bei den Kirchen. Der Finanzminister holt sich teilweise das Geld durch eine Verlagerung auf Verbrauchssteuern, z.B. Erhöhung von Mineralölsteuer und Versicherungssteuer zurück. Da die Kirchensteuern nur auf der Basis der direkten Steuern, nämlich der Lohn- und Einkommenssteuer, berechnet werden, erhalten wir aus diesen Mehreinnahmen nichts.


Was folgt aus diesem Wandel?

Zunächst einmal in finanzieller Hinsicht ein rasanter Rückgang der Einnahmen aus der Kirchensteuer. Die Evangelischen Gemeinden Düsseldorfs haben sich schon vor rund siebzig Jahren zu einem Gesamtverband zusammengeschlossen, der die Kirchensteuermittel aller Gemeinden einnimmt und verwaltet, um allen Gemeinden die gleichen Möglichkeiten zu eröffnen. Der Gesamtverband zahlt seitdem nach einem bestimmten Verteilungsschlüssel die Gelder an die einzelnen Gemeinden aus.

Schauen wir auf die Höhe dieser Zahlungen ergibt sich ein Rückgang der Beträge zwischen 1993 und 2003 um rund 33 %. Nunmehr ist bis zum Jahr 2007 nochmals eine Kürzung der Zahlungen um mindestens weitere 20 % geplant. Um es praktisch zu verdeutlichen: Wenn Sie z.B. 1993 monatlich 3.000,00 DM, also ca. 1.530,00 Euro verdient hätten, müssten Sie ab dem Jahr 2007 mit nur noch rund 820,00 Euro auskommen - und das bei gleichzeitig erheblich gestiegenen Preisen! 

Das Presbyterium befindet sich daher schon in einem längeren Prozess, die bislang geringer gewordenen Geldmittel durch unternehmerische Entscheidungen aufzufangen. Und wir denken, dass bisher die Qualität der Angebote nicht abgenommen hat. Zur Abfederung dieses Prozesses haben wir als Gemeinde auf unsere Rücklagen zurückgegriffen, die sich nun aber auf einem Niveau befinden, das keine weiteren Entnahmen mehr zulässt. Die Finanzierung der EUROPA - Orgel in der Auferstehungskirche hat zu den Problemen im übrigen nicht beigetragen. Im Gegenteil: der Gemeindeanteil an der Finanzierung der EUROPA - Orgel wurde nicht aus den Zuweisungen der Kirchensteuermittel finanziert, sondern allein aus Ihren vielen Spendenbeiträgen und einem kleinen, seit langem angesparten Fond.

Viele einschneidende Maßnahmen zur Einsparung von Kosten sind schon umgesetzt:

- das Gemeindehaus in der Wildenbruchstraße 39 c wurde für die gemeindlichen Belange bereits Ende 2002 geschlossen und war und wird teils fremd vermietet
- die Betriebs- und Sachkosten wurden kontinuierlich verringert
- die Zahl der Pfarrstellen ging von vier auf zwei und eine 3/4 Stelle zurück
- in den Kindertagesstätten und dem Kindergarten wurden 1 ½ Stellen eingespart
- eine hauptberufliche Kirchenmusikerstelle wurde gekürzt
- eine Gemeindeschwesternstelle fiel weg, ebenso eine Stelle für Zivildienstleistende
- in der Jugendarbeit gingen wir um eine halbe Stelle zurück
- in der Verwaltung wurden 2 ½ Stellen eingespart.

Auch diese Einsparungen werden nicht reichen. Wir müssen also weitere Überlegungen anstellen und denken gezwungenermaßen wiederum in einem intensiven Beratungsprozess über andere Organisationsformen der Arbeit nach. Hatten wir bisher die Möglichkeit, Stellen im Falle von Verrentungen nicht wieder zu besetzen, werden nun auch Änderungen von Arbeitsverträgen oder betriebsbedingte Kündigungen anstehen. Wir müssen auch weiterhin die Personalkosten nachhaltig senken. Hierzu hat das Presbyterium in diesem Jahr erstmalig eine betriebsbedingte Kündigung ausgesprochen. Deutlich zu sehen ist allerdings: nur mit weiteren Einsparungen wird es nicht gehen.

Das Presbyterium bemüht sich daher, von Kirchensteuern unabhängige Einnahmenquellen zu erschließen, zum Beispiel durch die Vermietung von Sälen und die in diesem Gemeindebrief erstmals mögliche Werbung.

Wir müssen neue Wege zur Bewältigung der vielen Aufgaben gehen. Dazu werden wir gemeinsam Abschied nehmen müssen von vielen Gewohnheiten. Kleiner werden ist schwer!

Aber die neue Situation kann auch ungeahnte Möglichkeiten eröffnen. Hierzu bitten wir Sie um Ihre Hilfe.

Zunächst in finanzieller Hinsicht:

Stärken Sie unsere Fördervereine durch Ihre Mitgliedschaft, helfen Sie dauerhaft Einnahmen zu erzielen, indem Sie größere Beiträge zur Kultur-Stiftung unserer Gemeinde stiften, überlassen Sie uns zweckgebundene Spenden für die Arbeitsbereiche, die Ihnen besonders am Herzen liegen, übernehmen Sie Patenschaften für Projekte, und vor allem: werben Sie in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis für unsere Arbeit und deren Unterstützung! 

In sonstiger Weise:

Kommen Sie in unsere Gottesdienste, zu unseren vielen Veranstaltungen, Sie sind herzlich eingeladen! Dieser Gemeindebrief ist voll von interessanten Angeboten. Lassen Sie sich – auch wenn Sie schon lange nicht mehr da gewesen sind - einmal überraschen von Ihrer Kirche. Arbeiten Sie an den vielen Aufgaben, die es zu erfüllen gibt, je nach Ihren Gaben und Neigungen mit. Sie finden in diesem Gemeindebrief Anregungen dazu.

Nur mit Ihren Ideen, Ihrer finanziellen und tatkräftigen Unterstützung werden wir gemeinsam die schwierigen Probleme lösen und unsere Arbeit für die Menschen und zum Lobe Gottes fortführen können. 

Friedemann Bruhn, Finanzkirchmeister




Sparhammer contra Kostenkeule ?
Vorschläge zum Thema Kosten senken: ja – aber wie ?

Jeder von uns weiß aus seinem privaten Umfeld, dass er dasselbe Geld nicht mehrmals ausgeben kann. Es fehlt auch nicht die Einsicht, sorgfältiger über den Nutzen einer Geldausgabe nachzudenken, wenn die finanziellen Mittel geringer werden. Manchmal muss dann eine gewohnte Ausgabe unterbleiben oder in einer anderen Weise als bisher durchgeführt werden, vielleicht aufgeschoben werden. Das wäre eine Möglichkeit, mit dem Thema „Liquidität“ (Zahlungsfähigkeit) wirtschaftlich sinnvoll umzugehen. Eine andere besteht darin, neue „Geldquellen“ zu erschließen, indem man andere Wege der Zusammenarbeit mit Freunden, Kollegen, Bekannten usw. beschreitet. Wir reden in diesem Zusammenhang ja heute sehr oft über „Netzwerke“ ...
Alles spricht dafür, diese wirtschaftlichen Gedanken aus dem privaten Bereich auch auf die Situation in der Gemeinde zu übertragen und mutig, phantasievoll und sachkundig die Arbeit des Presbyteriums an einem stabilen Haushalt zu unterstützen und zu ergänzen. Das haben Sie mit Ihren zahlreichen Vorschlägen im Rahmen der letzten Gemeindeversammlung in bester Weise getan; ähnlich wie zuvor, als es um Ideen zur Finanzierung der Orgel ging. -–Wie versprochen, erhalten Sie nachfolgend einen Überblick zu den Vorschlägen, für die ich Ihnen im Namen des Presbyteriums herzlich danke. In den nächsten Ausgaben des Gemeindebriefes werden Sie jeweils eine kurze Notiz finden, welche Vorschläge in der Zwischenzeit realisiert worden sind.
Nach Abzug aller doppelten Nennungen ist eine Liste von insgesamt 58 Vorschlägen zum Kostensenken zusammengekommen, die im Finanzausschuss geprüft werden. Die Vorschläge lassen sich nach folgenden Schwerpunkten gliedern:

1. Energiesparen durch aufmerksame Nutzung und Einsatz von Steuerungstechnik
2. Entgelt / Spende für jede Art bisher kostenloser Bewirtung
3. Mitfinanzieren von Bau- und Reparaturmaßnahmen durch Geld-, Sachspenden und ehren-amtliche Arbeitsleistungen
4. Ehrenamtliche Arbeit konsequent durch Projektentwicklung ausweiten
· Gemeindemitglieder über Aufgaben an die Gemeinde binden (berufliche Qualifikation nutzen)
· neue Gemeindemitglieder gewinnen
· Eltern an Projekten beteiligen, um Erzieherinnen zu entlasten
· Ehrenämter im Gemeindebrief beschreiben, um für diese Arbeit zu werben
· Patenschaft für Projekte übernehmen (Leitung / finanzielle Förderung)
5. Kontinuierliche konzeptionelle Arbeit in den Feldern „Öffentlichkeitsarbeit“; „Sponsoring“ und „Vermietung“, um für die wesentlichen Aufgaben der Gemeinde selbst Mittel zu beschaffen.
6. Führung und Zusammenarbeit von haupt- und ehrenamtlichen Gemeindemitgliedern auf hohem Niveau halten

Niemand sollte die nächste Gemeindeversammlung abwarten, wenn er heute eine Idee hat, einen Zustand zu verbessern, eine Chance zu nutzen, auf einen Missstand hinzuweisen, usw. Schreiben Sie mir, damit Ihre Idee nicht verloren geht (g.matthaeus@t-online.de). 
Die vier Felder unserer Gemeindekonzeption „Geistliches“, „Diakonisches“, Pädagogisches“ und „Betriebswirtschaftliches Handlungsfeld“ bieten vielfältigen Raum, Gemeindearbeit menschlich wertvoll und ökonomisch sinnvoll zu gestalten, ohne sich von dem Reizwort „Sparhammer“ täglich neu erschrecken zu lassen.

Gerhart Matthäus


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Inhaltsverzeichnis

1 Die Rahmenbedingungen gemeindlichen Handelns

1.1 Die Ausgangssituation

1.2 Die Adressaten

1.3 Die Mitarbeitenden

1.4 Die Methode unserer Zusammenarbeit

1.5 Die Qualitätssicherung

  2 Der Entwicklungsprozess gemeindlichen Handelns

  Prolegomena

2.1 Gemeindewirklichkeit / Lebenswirklichkeit

            der Menschen in der Gemeinde

2.2 Gemeindeanalyse

2.3 Die Gemeinderessourcen

2.4 Das Potential der Mitarbeiter

2.5 Das Zielsystem aus 4 Handlungs~

            und 16 Aufgabenfeldern  

 

Eine der vielen ausgearbeiteten Konzeptionen finden Sie hier: Kirchenmusik.

 

GESAMTKONZEPTION DER EVANGELISCHEN KIRCHENGEMEINDE

DÜSSELDORF-OBERKASSEL

1.       Die Rahmenbedingungen gemeindlichen Handelns

1.1  Die Ausgangssituation

Gemäß Artikel 5 und 6 der Kirchenordnung nimmt die Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf-Oberkassel ihre Aufgaben wahr.

Artikel 5 KO (Kirchen Ordnung)

  Die Kirchengemeinde trägt die Verantwortung für die lautere Verkündigung des Wortes Gottes und für die rechte Verwaltung der Sakramente. Sie soll Sorge tragen, dass das Evangelium gemäß dem in der Gemeinde geltenden Bekenntnis in Lehre, Leben und Dienst wirksam bezeugt wird. Sie ist gerufen zum Dienst der Seelsorge und zur Diakonie. Sie hat den Auftrag zum missionarischen Dienst im eigenen Volk und in der Völkerwelt. Sie beteiligt sich an dem der Kirche gebotenen christlich-jüdischen Gespräch. Sie tritt ein für Gerechtigkeit, Frieden und- Bewahrung der Schöpfung. Sie wirkt mit an dem der Kirche aufgegebenen Dienst im öffentlichen Leben.

Artikel 6 KO

(1)        Die Kirchengemeinde ist verpflichtet, die zur Erfüllung ihrer Aufgaben nötigen Ämter und Dienste einzurichten, insbesondere für die Errichtung und Besetzung von Pfarrstellen sowie für die Bestellung aller in der Gemeinde notwendigen Kräfte zu sorgen.

(2)        Die Kirchengemeinde ist verpflichtet, die zur Erfüllung ihrer Aufgaben notwendigen Räume und Einrichtungen, vor allem für Gottesdienst und Unterricht, bereitzustellen.

(3)        Die Kirchengemeinde hat die zur Erfüllung ihrer Aufgaben nötigen Mittel aufzubringen.  Sie ist verpflichtet, zu den gesamtkirchlichen Aufgaben und zur Abhilfe der Not in anderen Kirchengemeinden beizutragen. Sie darf ihr Vermögen und ihre Einnahmen nur für kirchliche Zwecke verwenden.

Die Gemeinde Düsseldorf-Oberkassel setzt sich seit 1992 über Projektgruppen mit der Entwicklung der Gesamtkonzeption gemeindlichen Lebens auseinander. Dieser Prozess dient der Vergewisserung, wie die Gemeinde im Rahmen der Artikel 5 und 6 KO ihre Aufgaben verstehen und realisieren möchte, welche Mittel ihr dabei zur Verfügung stehen und wie das Leitungsgremium diese Gesamtleistung plant und steuert.

Die in den vergangenen Jahren gewachsenen Aktivitäten sind inzwischen nach vier Handlungsfeldern strukturiert, die eine verstärkt strategische Arbeit des Leitungsgremiums sicherstellen, ohne dass dadurch die traditionelle Zusammenarbeit mit Ausschüssen eingeschränkt würde.

In den Jahren 2003/2004 wurden drei Sonderprojekte gelöst:

1. Der Neubau der Orgel in der Auferstehungskirche unter dem besonderen Gesichtspunkt, die langjährige kirchenmusikalische Tradition im linksrheinischen Düsseldorf fortzuführen.

2. Die Innenraumsanierung der Auferstehungskirche

3. Die Wiederbesetzung der Nebenamtlichen Kirchenmusikerstelle

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1.2       Die Adressaten

Die Konzeption richtet sich an alle Gemeindeglieder, an die Leitungskräfte mit der spezifischen Verantwortung für einen eigenständigen Arbeitsbereich und an Bewerberinnen und Bewerber für haupt~ neben~ und ehrenamtliche Positionen; ferner an Nachbargemeinden im Rahmen von Kooperationen sowie an Funktionale Dienste und den Kirchenkreis.

 

1.3       Die Mitarbeitenden

Wir haben im bisherigen Verlauf der Entwicklung der Gesamtkonzeption gute Erfahrung damit gemacht, die Kompetenz möglichst vieler Gemeindeglieder zu nutzen. Hierzu bittet das Presbyterium haupt~ neben~ und ehrenamtliche Gemeindeglieder um Mitarbeit und lädt im Einzelfall auch sachkundige Personen aus dem Umfeld ein.

 

1.4       Die Methode unserer Zusammenarbeit

Bei unserer Projektarbeit an der Gesamtkonzeption innerhalb und außerhalb des Presbyteriums stehen fünf methodische Fragen im Mittelpunkt:

-        In welchem Umfeld sind wir Gemeinde?

-        Was ist unser Auftrag?

-        Welche Ziele setzen wir uns?

-        Wie verwirklichen wir diese Ziele?

-        Wie prüfen wir nach, ob die Ziele erreicht sind?

 

Seit 1992 entwickelt die Gemeinde ihre Gesamtkonzeption unter dem Arbeitstitel KOGA (Konzept Gemeindeaufbau) in schriftlicher Form als Leistungsprofil. Die Erarbeitung des Profils geschieht in den Sitzungen des Presbyteriums, in Hauskonferenzen der Mitarbeiter und in Planungsgesprächen der Fachausschüsse und in der Gemeindeversammlung. Die Grundsatzarbeit über “Das Ganze” (im Sinne einer Strategie) erfolgt einmal jährlich im Rahmen eines Arbeitswochenendes des Presbyteriums.

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1.5       Die Qualitätssicherung

Die Qualitätssicherung in allen gemeindlichen Aufgaben erfolgt nach sechs Grundsätzen:

- Transparenz durch Organisation von Strukturen und Prozessen

- Kreativität und Innovation durch Beteiligung möglichst vieler Gemeindeglieder

- Effektivität durch unternehmerisches Denken im Rahmen der Artikel 5 und 6 der Kirchenordnung

- Effizienz durch Führen nach Zielen

- Außenwirkung durch Öffentlichkeitsarbeit

- Innenwirkung durch innerbetriebliche Kommunikation

 

Die Qualitätssicherung geschieht durch regelmäßige Überprüfung der Arbeitsfelder in den Fachausschüssen, bzw. in Perspektivgesprächen mit den Mitarbeitern.

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2        Der Entwicklungsprozess gemeindlichen Handels

Prolegomena

Auferstehungskirche – Es geht weiter - Wir öffnen Räume!

1914 wird die Kirche eingeweiht und reiht sich ein in die Geschichte christlicher Gemeinden nach Apostelgeschichte 2, 42 „Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.“ Auch bei Verminderung der Gemeindegliederzahlen versteht sich das Gemeindeangebot als stadtteilbezogenes Leben mit allen Menschen im linksrheinischen Düsseldorf. Diesen Menschen öffnen wir mit unterschiedlichsten Angeboten und auch zur privaten Nutzung unsere Räume rund um die Auferstehungskirche und im Gemeindehaus in der Wildenbruchstraße 39c.

Philippus-Kirche – Komm und sieh!

Johannes 1, 46 „Komm und sieh!“ lädt der Jünger Philippus die Heil suchenden Menschen in die Nähe Jesu.

Mit dem gleichen Ruf laden die Glocken des Turmes an der Philippus-Kirche seit 1964 junge und alte Menschen zu Gottesdiensten und Gemeindekreisen ins Zentrum an der Hansa-Allee. Miteinander leben, Fähigkeiten entdecken, Freude haben, gegenseitig Verantwortung übernehmen ist Leitidee in den unterschiedlichen Veranstaltungen.

Mitte ist dabei das Hören auf Gottes Wort und der Austausch im Glauben und im auch Zweifeln um darin Zuversicht zu gewinnen für das Dasein. Entsprechend lautet das Motto: Beten und leben für eine bessere Welt.

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2.1 Gemeindewirklichkeit / Lebenswirklichkeit der Menschen in der Gemeinde

2.1.1        Der Stadtteil Oberkassel und Lörick

Der linksrheinische Düsseldorfer Stadtteil Heerdt (mit Oberkassel, Niederkassel und Lörick) gehörte ursprünglich zum Landkreis Neuss, die evangelischen Christen waren somit auch Glieder der evangelischen Kirchengemeinde Neuss. Um die Jahrhundertwende erlebte Oberkassel eine starke Besiedlung von Düsseldorf her, bedingt durch den Bau der Oberkasseler Brücke durch die neugegründete Rheinbahn. Es waren vornehmlich Zuzüge einer gehobenen Bürgerschicht, was sich auch in der Bebauung im engeren Oberkasseler Bereich niederschlug. Das bedeutete auch eine Veränderung für die evangelische Gemeinde. Zählte man 1836 in der Bürgermeisterei Heerdt einen Evangelischen, so waren es 1904 bereits 1500, 1913 wurden 4500 Evangelische gezählt. In Folge des Zuwachses wurde die Gemeinde Heerdt-Oberkassel 1906 selbstständig und gehörte später dann kirchlich und kommunal zu Düsseldorf. Am 21.04.1914 wurde die Auferstehungskirche in Dienst genommen.

 

In den folgenden Jahren wuchs die Gemeinde Heerdt-Oberkassel, so dass es 1929 zum Bau des Gemeindezentrums Paul-Gerhard-Haus in Heerdt kam, 1957 wurde das Gemeindehaus Wildenbruchstraße in Oberkassel errichtet, 1959 - 1964 entstand im Stadtteil Lörick die Philippus-Kirche mit einem großen Gemeindezentrum, in der gleichen Zeit kam es zum Bau eines weiteren großen Gemeindezentrums im Stadtteil Heerdt. 1970 wurde der Stadtteil Heerdt selbständige Kirchengemeinde.

 

Die Kirchengemeinde Düsseldorf-Oberkassel ist heute Teil des Kirchenkreises Düsseldorf-Nord, eine der drei Kirchenkreise Düsseldorfs. Bis 1993 zählte sie vier Pfarrstellen, 1994 erfolgte eine Neueinteilung der Gemeinde in drei Pfarrbezirke, davon beziehen sich die beiden ersten Bezirke auf die Auferstehungskirche, der 3. Bezirk (Lörick) auf die Philippus-Kirche.

 

Geographisch liegen die Stadtteile Oberkassel, Niederkassel und Lörick in einem Rheinbogen gegenüber der Düsseldorfer Innenstadt. Sie sind durch drei Brücken mit dem rechtsrheinischen Düsseldorf verbunden. Der Stadtteil war früher Sitz großer Verwaltungszentren und im Bereich Lörick ausgedehnter Stahlverarbeitungsindustrie. Das alte Oberkasseler Stadtbild ist geprägt durch eine geschlossene Besiedlung von mehrstöckigen Häusern, im wesentlichen erbaut um die Jahrhundertwende. Darunter befinden sich zahlreiche Jugendstilhäuser, die ursprünglich als Ein-Familienhäuser angelegt waren. Heute befinden sich in den Souterraingeschossen und in den Hochpaterren oft Studios, Architektenbüros, Beratungsfirmen, etc. Der gesamte Stadtbezirk ist durch viele Büro- und Verwaltungsgebäude geprägt, die sich am Schnittpunkt des Autobahnzubringers im nördlichen Bereich befinden (Anbindung an Messe und Flughafen).

Der Stadtteil ist mit einem hohen Anteil von Berufspendlern aus dem Umland konfrontiert. In Lörick wohnen im Verhältnis zum übrigen Düsseldorf sehr viele alte Menschen, aber es wird auch immer mehr ehemals landwirtschaftliche Fläche für Eigenheime genutzt.

 

2.1.2                               Das Umfeld

2.1.2.1                         Die Bevölkerung

Stadt Düsseldorf:

 

  Jahr

   Rk

    Ev

   Jüd

Sonstige

  Gesamt

     Rk

     Ev

   Jüd

Sonstige

 

Anzahl

 

 

 

 

Prozent

 

 

 

   1816

   19909

    2440

     303

          1

   22653

 87,89%

 10,77%

 1,34%

 0,00%

   1961

 354569

 293471

     908

   53648

 702596

 50,47%

 41,77%

 0,13%

 7,64%

   1997

 218376

 140487

   4654

 206987

 570504

 38,28%

 24,63%

 0,82%

36,28%

(Statistisches Jahrbuch 2000 Landeshauptstadt Düsseldorf)

 

  Stadtbezirk Oberkassel, Niederkassel und Lörick

 

   Jahr

    Rk

     Ev

 Jüd

 Sonstige

 Insgesamt

   Rk

   Ev

    Jüd

Sonstige

   1998

  9980

    7163

 

   11758

    28961

 34,5%

 24,7%

 

  40,6%

                   

(Amt für Statistik der Stadt Düsseldorf)

 

 

Die Bevölkerung in Oberkassel, Niederkassel und Lörick:

 

Gesamt

 

Unter 3

   3-6

  6-15

 15-18

 18-45

 45-60

 60-75

 Ab 75

31.12.99

  28314

   686

    647

  1828

    618

  19288

   6514

  4966

   2868

(Statistisches Jahrbuch 2000 Landeshauptstadt Düsseldorf)

2.1.2.2                         Religiöses Umfeld

1 Katholische Kirche

Die katholischen Kirchengemeinden in den Stadtteilen Oberkassel, Niederkassel, Lörick und Heerdt gehören zu dem Dekanat Heerdt, in Zukunft werden sie aber dem Dekanat Düsseldorf-Mitte zugeordnet sein. Aus den 6 ehemalig selbstständigen Gemeinden wurden in den letzten Jahren erst 3 Gemeinden gebildet, die sich jetzt in zwei Seelsorgebereichen organisieren.

2 Freikirchen

Die evangelischen Christen anderer Konfession verfügen über kein eigenes Zentrum im Stadtteil, sondern beziehen sich auf entsprechende Gemeindehäuser im übrigen Düsseldorf. Nennenswerte Aktivitäten sind in unserem Bereich nicht bekannt. Kontakte gab es anlässlich von ökumenischen Veranstaltungen mit Adventisten

3 Sekten

Die Zeugen Jehovas besitzen einen kleinen Versammlungsraum in Oberkassel. Sie werben in der Öffentlichkeit an ausgewählten öffentlichen Plätzen. Mormonen und Neuapostolische Kirche sind mit Zentren nicht vertreten.

4 Japanisches Kulturzentrum (Buddhistischer Tempel)

Im Stadtgebiet leben sehr viele Japaner. Im Laufe der letzten 15 Jahre hat sich ein japanisches Kulturzentrum etabliert, in dem auch ein buddhistischer Tempel liegt. Ein reiches Kulturprogramm wird von diesem Zentrum angeboten.

6 Islam

In Lörick wohnen viele Bewohner türkischer Nationalität. Hier befindet sich auch eine Moschee, die von außen nicht erkennbar ist.

 

 

 

2.1.2.3                         Infrastruktur der Stadtteile Oberkassel, Niederkassel und Lörick

 

1                    Kindergarten/Tagesstätten/Hort: 3 evangelische, 2 städtische, 2 private, 3 katholische und 2 japanische Einrichtungen

Grundschulen: 1 evangelische, 1 katholische und 2 städtische

Realschule: 1

Gymnasien: 2

Außerdem gibt es im Bereich der japanischen Kolonie weitere schulische Einrichtungen. Die ehemalige ev. Hauptschule wird heute als griechische Schule genutzt.

2          Freizeitstätten

Im Stadtbezirk gibt es mehrere Sportvereine mit Sportanlagen, Tennis, Hockey, Fußball, Kanu- und Ruderklub, Yachthafen, DLRG, Campingplatz, 1 Freibad, 1 Hallenbad. Turnhallen im Bereich der Schulen.

Jugendfreizeiteinrichtungen: 2 evangelische, 2 katholische, eine städtische (Rondel), Abenteuerspielplatz, Pfadfindertreff.

3          Einrichtungen der Sozialhilfe

Im Stadtbezirk sind tätig: Diakoniestation, Caritas, AWO, Lebenshilfe sowie private Pflegeanbieter.

Die evangelische Kirchengemeinde beschäftigt Gemeindeschwestern mit 1 ½ Stellen.

4          Bildungs- und Erwachsenenarbeit, Kultur

Städtische und katholische Büchereien, Creativhaus, Theater an der Luegallee, 1 Programmkino und ein Ufa-Kinozentrum, ASG, EfA, AA, Erwachsenenarbeit der evangelischen Kirchengemeinde (oft in enger Zusammenarbeit mit der evangelischen Stadtakademie Düsseldorf). Ev. Kirchengemeinde: Kantorei Oberkassel und Kantorei Lörick und vielseitiges kirchenmusikalisches Programm. In der katholischen Kirchengemeinde gibt es ebenfalls eine breite kirchenmusikalische Tätigkeit.

5                    Altenbereich

Im Lörick gibt es ein Altenheim mit 500 Plätzen und ein Altenpflegeheim der AWO mit 100 Plätzen. In Oberkassel führt die Diakonie eine Altenbegegnungsstätte, ferner gibt es eine breitgefächerte Altenarbeit und verschiedene Altenclubs im Bereich der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden. Einbesonderer Schwerpunkt ist dabei der Philippus-Club.

            6          Brauchtum und Vereine

Sehr ausgeprägt ist das Brauchtum im Stadtgebiet. Kirchliche Schützenbruderschaften, Tonnengarde, mit den verschiedenen Festen. Ein besonderes Ereignis ist die jährlich stattfindende Düsseldorfer Kirmes auf den linksrheinischen Rheinwiesen, zu der innerhalb von 10 Tagen etwa 1 Million Menschen nach Oberkassel kommen. Weiter gibt es verschiedene Heimat- und Bürgervereine. Schrebergärten.

7          Geschäftswelt und Gewerbe

                          Alle großen Banken und Sparkassen sind am Ort,         BürosEinzelhandelsgeschäfte aller Art, 2 Buchhandlungen, 2 Wochenmärkte. Sehr breites Spektrum an Gastronomiebetrieben (einfach bis edel), Gewerbebetriebe, Landwirtschaft

8                    Behörden

Polizei, Bezirksverwaltungstelle, Bürgerbüro, Post

7          Verkehr und Verkehrsflächen

Sehr gute Anbindung an das Stadt(U)-Bahnnetz, gute Busverbindungen, Schwierige Parksituation, viele öffentliche Plätze und Parks.

                                   Direkte Autobahnanbindung

9          Gesundheitswesen

Gute Versorgung durch Ärzte aller Art, zahlreiche Apotheken.

Ein Krankenhaus am Rand im Übergang zu Heerdt.

10        Hotels, Jugendherberge

Es gibt kleinere Hotels und drei große Hotelketten am Seestern, eine große Jugendherberge (Jugendgästehaus)

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2.2 Gemeindeanalyse

 

Das Presbyterium sieht seine wesentliche Funktion in der Analyse, Planung und Entscheidung bezogen auf die Effektivität gemeindlichen Handelns in den Basis~ und Zukunftsaufgaben.

Das Presbyterium ist dabei in der Verantwortung,

1.      den Prozess der Entwicklung der Gesamtkonzeption im Bewusstsein der Gemeindeglieder wachzuhalten als ein „belebendes Leitbild“ für die jedermann zufallende Tagesarbeit;

2.       die Ergebnisse des Prozesses alle drei Jahre zu überprüfen und durch entsprechende Ziele zu korrigieren; vorbehaltlich eines direkten Eingriffes im Einzelfall.

 

Unsere Gemeindeangebote sind:

 

Auferstehungskirche

Philippus-Kirche

Gottesdienste

 

 

Kindergottesdienst

 

Kindergottesdienst

Gottesdienst für kleine Leut'

 

Krabbelgottesdienst

 

 

Kinderkirche

Kinderbibelwoche

 

 

 

 

Kindergartenkirche

Schulgottesdienste

 

Schulgottesdienste

Konfirmationen

 

Konfirmationen

Ordinationen

 

 

Goldkonfirmationen

 

 

Kasualgottesdienste

 

Kasualgottesdienste

Familiengottesdienste

 

Familiengottesdienste

Frauenhilfsgottesdienst 1.Advent

 

 

Turmblasen am Heiligen Abend

 

 

Neujahrsempfang

 

 

Osternacht

 

 

Gottesdienste für Senioren

Gottesdienste im Altenheim

 

 

Gottesdienste im Altenpflegeheim

Gottesdienstreihen

 

 

 

 

Liturgische Nacht

 

 

Gottesdienst auf dem Friedhof

 

 

 

Kindergärten

Wildenbruchstr. 39c 

 

Kindertagesstätte

Kindergarten

Kindertagesstätte

 

 

 

Kinder- und Jugendbereich

 

 

Mini-Club (10 Gruppen)

Mutter-Kind-Gruppen

 

 

Mutter-hat-frei-Gruppe

Kindergruppen

 

Kindergruppen

Trägerschaft „Schule 8 bis 13“ (Bodelschwingh Grundschule)

 

 

Jugendgruppen

 

Jugendgruppen

Offener Treff

 

Teestube

Freizeiten

 

 

Elternsprechstunde

 

 

Konfirmandengruppen

 

Konfirmandengruppen

 

 

 

Erwachsenenarbeit

 

 

Gemeindeseminare

 

Glaubensgesprächskreise

Offener Abend

 

 

 

 

Löricker Literatur u. Lesekreis

Evangelische Akademiker EA

 

Evang. Arbeitnehmer Bewegung EAB

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stimmbildungsseminar für Chorsänger

 

Creative AG

 

 

 

Diakonische Arbeit

 

 

 

 

Sprechstunde Schwester

Besuchsdienstkreise

 

Besuchsdienstkreis

Frauenhilfe

 

Frauenhilfe

 

 

 

 

 

Altenarbeit

 

 

Geburtstagskaffee

 

Geburtstagskaffee

Adventsfeier

 

Adventsfeier

Fröhliche Senioren

 

Philippus-Club-Nachmittag

 

 

Seniorengymnastik

 

 

Seniorentanz

 

 

Gedächtnistrainingsgruppen

 

 

Wanderfreunde

 

 

Begegnungsstätte Philippustreff

 

 

Kegeln

 

 

Singkreis Philippies

 

 

Männerkreis

 

 

Sprechstunde Leiterin Philippus-Club

 

 

 

Kirchenmusik

 

 

Chor / Figuralchor / Schola

 

Frauenchor

Bläserunterricht

 

Kinder- Jugendchor

Ensemble-Proben

 

Kammermusik

 

Konzerte

 

Konzerte

Klavierabende

 

 

Turmblasen

 

Markt & Orgel

Kaffeehausmusik

 

 

Förderverein Kantorei

 

 

Orgelbauverein

 

 

Banjo-Band

 

 

 

 

 

Großveranstaltungen

 

 

Gemeindefest

 

Herbstfest

Sommernachtscafé

 

Mitarbeiter-Fest

Flohmärkte

 

 

Kitsch & Klüngel Börse

Trödelmarkt

 

 

ev. japanischer Basar

Kinderkarneval

 

Seniorenkarneval

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2.3 Die Gemeinderessourcen

2.3.1 Gemeindezentren

Gemeindezentrum Auferstehungskirche

Kirche, Gemeindehaus mit Gruppenräumen und Saal, Wohnraum, Büro, Kindergarten, Pfarrhaus (teilweise auch Mietwohnung)

Ein weiteres Pfarrhaus in Kirchennähe

Gemeindezentrum Philippus-Kirche

Kirche, Gemeindehaus mit Gruppenräumen und Saal, Wohnraum, Büro, Kindergarten, Pfarrhaus

 

Gemeindehaus Wildenbruchstraße

Wohnraum, Kindergarten

 

2.3.2 Miethäuser

 

2.3.3 Mittelbeschaffung

 

Einnahme über:

Zuweisung Gesamtverband evangelischer Kirchengemeinden in Düsseldorf

Mieteinnahmen

Spenden

Mitgliedsbeiträge und Konzertanteile Kantoreimitglieder

Erlöse aus Gemeindefesten, Trödelmärkten

Förderverein Kantorei

Förderverein Gemeinde~, Alten~ und Familienpflege (GAF)

Orgelbauverein

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2.4 Das Potential der Mitarbeiter

Personalbestand hauptamtlicher Mitarbeiter:

Pfarrstellen: 2,75 Stellen

Kirchenmusiker: eine Haupt~ und eine nebenamtliche Stelle

Gemeindeschwestern: eine Stelle

Jugendleiter: eine Stelle

Küster: zweieinhalb Stellen

Pädagogische Mitarbeiterstellen in den Kindergärten: sechzehn

Küchenpersonal in den Kindergärten

Pädagogische Kräfte: vier Stellen in der Maßnahme „Schule 8 bis 13“

Verwaltung (Kooperation mit Nachbargemeinde) und im Gemeindebüro vor Ort: dreieinhalb Mitarbeiter

Reinigungskräfte

Gesamtzahl der Hauptamtlichen: ca 45

 

Personalbestand / Arbeitsfelder ehrenamtlicher Mitarbeiter:

Presbyterium und Ausschussarbeit, Gruppen und Kreise, Kantoreien, Besuchsdienstkreise, Mitarbeiter Kindergottesdienst, Kinderbibelwoche und spezielle Gottesdienste, Leiterinnen Mini-Club, etc.

Gesamtzahl: ca 250

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2.5 Das Zielsystem aus 4 Handlungs~ und 16 Aufgabenfeldern

Die Idee, möglichst alle wesentlichen gemeindlichen Aufgaben in einem „Systemzusammenhang“ zu sehen und zu realisieren, hat den Vorteil der Transparenz für alle und damit der Konzentration der Kräfte auf Gegenwarts~ und Zukunftsaufgaben. Die ganzheitliche Betrachtung des gemeindlichen Handelns fördert unter anderem die Chance in Alternativen zu denken und vertretbar Neues zu wagen, wenn dies der Festigung und Erweiterung der Gemeinde dient. Ein Rückbezug auf die Vision der Kirchenordnung steht dabei immer im Blickfeld.

 

Unser gemeindliches Handeln orientiert sich an vier Handlungs~ und 16 Aufgabenfeldern:

 

Geistliches Handlungsfeld

 

* Verkündigung / Seelsorge

 

* Spiritualität

 

* Kirchenmusik

 

* Kirchenbau / ~kunst

 

 

Pädagogisches Handlungsfeld

 

* Erziehung

 

* Bildung

 

* Freizeitgestaltung

 

* Gesellschaftliches Engagement

 

Betriebswirtschaftliches Handlungsfeld

 

* Strategieentwicklung

 

* Ressourcen-Management

 

* Mitarbeiterführung / Personalentwicklung

 

* Organisationsentwicklung

 

 

Diakonisches Handlungsfeld

 

* Betreuung

 

* Kontaktpflege

 

* Beratung

 

* Soziale Hilfe

2.5.1 Geistliches Handlungsfeld

Ziel:

Begleiten von Gemeindegliedern im Glauben, Leben und Lernen durch Verkünden und Deuten des Wortes Gottes, sowie durch Vermitteln spiritueller Erfahrung und musikalischem Erleben.

Dieses Ziel erreichen wir z.B. über:

Verkündigung / Seelsorge: speziell gestaltete Gottesdienste für „Zielgruppen“, „Inszenieren“ der Kasualien, regelmäßige Andachten in Gemeindekreisen, Seelsorge in Notlagen

Spiritualität: Meditationsangebote, Kontemplation, Gebetssäule, Weltleuchter, Einüben von geprägten und freien Gebeten, Gospelchor

Kirchenmusik: Heranführen an christliches Liedgut ab Kleinkindalter, Chor~ und Instrumentalarbeit, Musik im Gottesdienst, Konzerte und Kammermusik, Erarbeitung, Interpretation und Ausführung von geistlichen Werken, Vermittlung der Freude am Singen in Gemeinschaft

Kirchenbau / Kirchenkunst: Orgelneubau in AK, Gestaltung des Kirchenraumes, pädagogische Angebote zur Kirchenkunst

 

2.5.2    Pädagogisches Handlungsfeld

Ziel:

Angebote an Kinder, Jugendliche und Erwachsene, sich im Erleben von Gemeinschaften unterschiedlicher Zielsetzung als „aufgehobenes Wesen“ zu erfahren und hieraus Kräfte zu entwickeln,

sich an der Gemeinschaft zu freuen,

über diese Gemeinschaft anderen zu berichten,

in dieser Gemeinschaft Pflichten zu erkennen und Rechte wahrzunehmen,

für das Gelingen dieser Gemeinschaft haupt- oder ehrenamtlich tätig zu sein.

Dieses Ziel erreichen wir z.B. über:

Erziehung: pädagogische Arbeit in den Kindergärten, Konfirmandenunterricht, Bläserunterricht, Übernahme von Verantwortung im ehrenamtlichen Bereich von Jugendlichen und älteren Gemeindegliedern

Bildung: Gemeindeseminare, Vorträge und Diskussionsveranstaltungen, Glaubensgespräche, Kirchenmusik, musikalische Erwachsenenbildung

Freizeitgestaltung: Radtouren, Familienfreizeiten, Gemeindereisen, Philippus-Club, Begegnungscafé, Philippus-Treff, kreative Angebote, Feste und Feiern, Offenes Singen, Kaffeehausmusik

Gesellschaftliches Engagement: Teilhabe und Teilnahme am sozialen und politischen Leben im linksrheinischen Düsseldorf

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2.5.3    Diakonisches Handlungsfeld

Ziel:

Unterstützung von Menschen innerhalb und außerhalb der Gemeinde bei der Bewältigung wesentlicher Aufgaben der persönlichen / gesellschaftlichen Lebensführung: gemäß den Mitteln der Gemeinde und dem fachlichen Können der Verantwortlichen, sowie mit „Herz und Verstand“ unter dem Motto „Einer trage des anderen Last“.

Dieses Ziel erreichen wir z.B. über:

Betreuung: Einsatz der Gemeindeschwester und Zivi’s, ehrenamtliches Engagement

Kontaktpflege: Besuchsdienst, Hausbesuche, Gemeindebrief, Erwachsenen~ und Altenarbeit

Beratung: vor Ort, bzw. Vermittlung an andere kompetente Stellen, Sprechstunden von Pfarrern und Gemeindeschwestern

Soziale Hilfe: Finanzielle Zuwendung, Vermittlung von Hilfsangeboten, Kooperation mit DiD, Leben im Alter Zentrum der Diakonie in Düsseldorf

 

2.5.4    Betriebswirtschaftliches Handlungsfeld

Ziel:

Erarbeiten von Visionen und Strategien, um das Gemeindeleben in die Zukunft hinein konzeptionell zu entwickeln.

Gestalten und Steuern der Zusammenarbeit von Haupt~ und Ehrenamtlichen, um die gemeinsam vereinbarten Ziele nach den Grundsätzen des wirtschaftlichen und sozialen Handelns zu realisieren.

Dieses Ziel erreichen wir z.B. über:

Strategieentwicklung: Planung im Presbyterium (auch Wochenendklausuren), Ausschüsse, projektorientierte Arbeitskreise, Hauskonferenz, Gemeindeversammlung

Ressourcen-Management: Planung im Finanzausschuss, Konzept für Spendenaufrufe, Konzeptentwicklung Sponsoring Orgelneubau, Vorstandsarbeit der Fördervereine, Werbung (Öffentlichkeitsarbeit), Pflege der Datenbestände

Mitarbeiterführung/ Personalentwicklung: Planung im Personalausschuss, Mitarbeitergespräche, Mitarbeiterschulung

Organisationsentwicklung: Inanspruchnahme von externer Beratung, Umstrukturierung der Verwaltung, Mitarbeiterbesprechungen, Hauskonferenz

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Stand: 11. Juli 2007