1.1 Geschichte
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1.1.1 Pfarrer

Hier finden Sie die Pfarrer der Gemeinde und Information zum Kirchenbau der Auferstehungskirche.

Die Errichtungsurkunde der evangelischen Kirchengemeinde Düsseldorf-Oberkassel

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Die Reinschrift der Urkunde finden Sie im Anschluss.


Mit Genehmigung des Herrn Ministers der geistlichen Angelegenheiten und des Evangelischen Ober-Kirchenrates sowie nach Anhörung der Beteiligten wird von den unterzeichneten Behörden hierdurch Folgendes festgesetzt:

§ 1
Die Evangelischen desjenigen Bezirkes der Bürgermeistereien Heerdt und Büderich, Kreis Neuss, welcher umschrieben wird im Osten und Süden von dem Rheinstrome, dem Erftkanale und dem neuen Eisenbahndamme der Strecke Neuss-Düsseldorf bis zur Gemeindegrenze zwischen Heerdt und Neuss, im Westen und Norden von der Gemeindegrenze zwischen Heerdt und Neuss von dem vorgenannten Eisenbahndamme an bis einschließlich Telmeshöfchen an der Heerdt-Weissenberger Provinzialstraße, von einer von dort zunächst 100 m nach Norden über diese Straße führenden, sodann dieser Straße parallel nach Westen bis zur Gemeindegrenze zwischen Büderich und Kaarst sich fortsetzenden Linie sowie von der Gemeindegrenze zwischen Büderich einerseits und Kaarst, Osterath, Strümp und Ilverich andererseits, werden aus der Kirchengemeinde Neuss, Synode Gladbach, ausgepfarrt und zu einer selbstständigen Kirchengemeinde Heerdt-Oberkassel vereinigt.

§ 2
In der Kirchengemeinde Heerdt-Oberkassel wird eine Pfarrstelle errichtet.

§ 3
Diese Urkunde tritt am 1. April 1906 in Kraft.

Koblenz, den 2. März 1906
Königliches Konsistorium der Rheinprovinz

Düsseldorf, den 8. März 1906
Königliche Regierung, Abteilung für Kirchen- und Schulwesen

 

... rund um die Auferstehungskirche
Auszüge aus der Festschrift zum 75 jährigen Jubiläum der Kirche

Allein schon vom Geographischen her ist das Gebiet, das die jetzt fast einhundert Jahre alt werdende evangelische Auferstehungskirche zu betreuen hat, bemerkenswert: Wird doch der Düsseldorfer Stadtteil Oberkassel von einer der engsten Windungen des hier schon recht breiten Rheins umflossen.

Aber in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts wurde der kühne Sprung nach Westen gewagt, über den Rhein hinweg. Nicht die Stadtväter waren es, sondern weitschauende Privatunternehmer: Die Rheinische Bahngesellschaft baute eine stählerne Rheinbrücke für ihre Kleinbahnen nach Krefeld, Neuss und Uerdingen, aber auch für den Straßenverkehr. Um die Kosten zu decken, kaufte sie am linken Rheinufer Ländereien, die sie als Bauland erschließen ließ und mit Gewinn weiterverkaufte. Das klingt nach dem damals Üblichen, man hat auch schon abfällige Bemerkungen bereit - aber glücklicherweise treffen sie hier nicht zu.

Was hier entstand, ist, trotz atemberaubender Geschwindigkeit, keine planlose Wucherung, sondern ein sorgfältig geplantes, damals wie heute schönes und abwechslungsreiches Wohnviertel. Auch im Rahmen der Großstadt Düsseldorf, zu der es 1909 eingemeindet wurde, gilt es gerade heute als eines der beliebtesten. Inzwischen weiß man wieder, dass beim Aufschließen dieser neuen Wohnstadt Oberkassel, die zunächst noch ein Teil der selbständigen Bürgermeisterei Heerdt war, der berühmte Städtebauer Josef Stübben zu Rate gezogen wurde, der hier eine seiner sensibelsten Leistungen schuf. Der Zauber alter Flussschlingenstädte wurde hier mit modernen Mitteln wieder beschworen.

Der konkaven Düsseldorfer Uferfront wurde jetzt jenseits der weiten Flusszone eine konvexe Gegenfigur eingeschrieben, deren Mittelpunkt in dem ursprünglich absichtlich stark überhöhten Turmpaar der katholischen St. Antonius-Kirche früher überall am Düsseldorfer Ufer zu erkennen war.

Die neue Brücke querte unterhalb der Düsseldorfer Altstadt den Rhein, so dass ihre verlängerte Achse die Oberkasseler Halbinsel der Tiefe nach teilen und erschließen konnte. Den linksrheinischen Brückenkopf bildete der hoch bebaute, in die gekurvte Uferbebauung eingekerbte Luegplatz. Genau nach Westen führt, einen Kilometer lang die Luegallee auf den kurz vorher entstandenen Kopfbahnhof der Reichsbahn zu, auf dessen Vorplatz sich der Kleinbahnverkehr nach Neuss und Krefeld gabelt - und der Straßenverkehr ursprünglich ebenso gabeln sollte. Ein klares und einleuchtendes Verkehrskonzept, das zwischen Hauptstraßen und Rheinufer ruhige Wohngebiete entstehen ließ.

Und die für unsere Gegend so prägende Epoche des holländisch-niederrheinischen Backstein-Expressionismus hat in den 1920er Jahren auch in Oberkassel viele reizvolle Einzelhäuser und Baugruppen geschaffen.

Und überragt wird Oberkassel nach wie vor von seinen beiden Kirchen. Auf dem Barbarossaplatz im Zentrum des Stadtteils steht die neuromanische St. Antonius-Kirche mit ihrem seit Ende der 1950er Jahre leider sehr viel niedrigeren Turmpaar. Und ein Stück nordwestlich davon ragt die eigenwillige Silhouette der durch Neubarock und späten Jugendstil geprägten Auferstehungskirche mit ihrem asymmetrisch angeordneten achteckigen Kuppelturm über die Dächer.

... rund um die Philippus-Kirche

zum Kirchenbau der Philippus-Kirche

1906 wurde die ehemalige Evangelische Kirchengemeinde Heerdt-Oberkassel gegründet. Sie ist eine unierte Gemeinde mit lutherischem Bekenntnis. Als Zentrum baute sie sich 1914 die im Jugendstil errichtete Auferstehungskirche an der Arnulfstrasse. Als die Wohnbebauung zwischen Hansaallee, Oberlörick und dem ehemaligen Löricker Wäldchen an der Büdericher Stadtgrenze immer dichter wurde, beschloss das Presbyterium dem dortigen Gemeindeleben einen eigenen Mittelpunkt zu geben.: die Philippus-Kirche.  Die Gemeinde erwarb in den 50er Jahren das Kleingartengelände gegenüber dem ehemaligen Gussstahlwerk Krieger, heute Bürogelände „Hansa-Park“, und Dipl. Ing. Hanns Junghans erhielt den Auftrag zur Planung.

Anfang 1960 waren das Gemeindewohnhaus und das Gemeindezentrum mit seinem großen Saal und den kleinen Räumen bezogen, 1961 das Pfarrhaus fertig gestellt, und 1964 wurde der Kindergarten in Betrieb genommen. Pfingsten 1964 läuteten zum ersten Mal die Kirchenglocken (Gottesdienst war damals noch im Gemeindesaal) und am 1.Advent 1964 wurde die Philippus-Kirche feierlich eingeweiht.

In der Festschrift zur Einweihung wünschte der erste Pfarrer dieser Kirche, Johannes Dietrich, „allen, die ... zum großen Teil noch nicht lange hier wohnen, ...dass Sie in unserer Gemeinde ein Stück –vielleicht verlorener- Heimat finden.“ Schon unter dem zweiten Pfarrer dieser Kirche, Rudolf Weßler, wurde der gläserne Innenhof des Zentrums zum Jugendraum umgebaut.

Ein externer Link führt Sie zur Kirchengeschichte der Stadt Düsseldorf: Düsseldorfer Kirchengeschichte, oder aus gleicher Quelle als hier als: Kirchengeschichte Düsseldorf.pdf.

 

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Stand: 21. Mai 2008